Es ist eines der berühmtesten Künstlerbücher des 20. Jahrhunderts, entstanden zwischen 1943 und 1947: „Jazz“ von Henri Matisse. Der damals 70-Jährige griff zur Schere, schnitt einfache Formen aus und färbte sie mit monochromen, kräftigen Farben. Malen mit der Schere, nannte er es selbst und entwickelte eine Bildsprache, die heute noch millionenfach auf Postern und Postkarten vervielfältigt wird. Eine nur scheinbar fröhliche Motivwelt, die auf den zweiten Blick die Auseinandersetzung mit Krieg und Gewalt thematisiert. Auch nach 80 Jahren haben die Illustrationen und Texte nichts von ihrer hypnotischen Kraft verloren. Die Bayerische Staatsbibliothek zeigt am 15. und 16. Juli Original-Blätter aus „Jazz“. Kostenfreie Vorträge (jeweils um 11, 13, und 17 Uhr) geben einen Einblick in das Werk von Matisse.MZ
Henri Matisse:
„Jazz“, Bayerische Staatsbibliothek, nur am 15./16. Juli, 10-19 Uhr, Eintritt frei.
★★★★★ Hervorragend