Eigentlich wollte Shooter Jennings nur das Studio aufräumen. Sein Vater, der 2002 verstorbene Outlaw-Country-Mitbegründer Waylon, hatte einiges an Bändern hinterlassen. Gemeinsam mit Toningenieur Nate Haessly ging er hunderte von Aufnahmen durch und hoffte, ein paar verloren gegangene Stücke seines Vaters zu finden. Gefunden hat er Material für drei Alben. Das erste, benannt nach einer anrührenden Version des Fleetwood-Mac-Klassikers, ist schon Ende 2025 erschienen – aber immer noch gut. Ihren Ursprung haben die Aufnahmen in der Phase nach 1973, in der Jennings seiner Plattenfirma RCA die kreative Kontrolle über sein Schaffen abgerungen hatte. Mit seiner Tourband und Studiogästen – hier Tony Joe White oder Jessi Colter – nahm er auf, was ihm in den Sinn kam. Scooter vollendete, ließ den Aufnahmen aber ihre zum Teil skizzenhafte Form.CU
Waylon Jennings:
„Songbird“ (Son Of Jessi/Thirty Tigers).
★★★★☆ Hörenswert