Die Party ist vorbei

von Redaktion

Ein Tusch, kurz bevor es losgeht. Ein trauriger allerdings, wenn es so etwas in der Blasmusik überhaupt gibt. Nach zwölf Jahren muss die Brass Wiesn, das größte Blasmusikfestival Deutschlands, ihr angestammtes Gelände am Echinger See verlassen. Grund dafür ist nach Angaben der Veranstalter eine Kostenexplosion. Vom 30. Juli bis 2. August findet das Festival wie gewohnt statt (wir berichteten). Danach zieht es weiter in eine neue Heimat – wohin, wird noch nicht verraten.

Das Gelände in Eching sei einmalig und habe maßgeblich dazu beigetragen, dass aus anfangs 900 Besuchern 15.000 wurden, schreibt Alexander Wolff, Geschäftsführer der veranstaltenden Sonnenrot GmbH. Doch stehe man unter enormem wirtschaftlichen Druck. „Wie viele andere Veranstalter auch, kämpfen wir mit immens gestiegenen Kosten“, erklärt er. „Eigentlich müssten wir die Ticketpreise um gut 60 Euro anheben, um diese Preisspirale aufzufangen. Aber genau das wollen wir nicht. Die Brass Wiesn soll authentisch bleiben und sich nicht zur Luxusveranstaltung entwickeln.“

Eine neue Örtlichkeit sei bereits gefunden. Wo genau, soll am 1. August bekannt gegeben werden.JOHANNES LÖHR

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