Wie geht es mit der Galeria-Filiale am Rotkreuzplatz weiter? Schon länger gibt es Gerüchte, dass der Warenhaus-Konzern den Standort in Neuhausen verlassen könnte. Jetzt hat das angeschlagene Unternehmen den Standort auf eine Liste von bundesweit 33 Filialen gesetzt, für die jetzt über neue Mietkonditionen und die Größe der Verkaufsflächen verhandelt wird. Sollten diese Verhandlungen nicht zur Zufriedenheit des Unternehmens ausfallen, ist eine Komplettschließung der Filiale denkbar.
Galeria-Boss Philipp Kretzer sagt: „München ist für Galeria ein wichtiger Markt, und der Rotkreuzplatz ist ein Herzstück des Stadtteils. Die starke Unterstützung aus der Bevölkerung und der Politik zeigt die große Bedeutung unseres Hauses. In den bereits laufenden Gesprächen müssen wir nun gemeinsam mit dem Eigentümer eine Lösung finden, damit Galeria hier langfristig bleiben kann.“ Das ist der freundliche Teil, den ein Manager natürlich so sagen muss.
Es gibt aber auch einen harten Teil der Botschaft. Denn: Die Verhandlungen sind bereits angelaufen und „werden mit der notwendigen Konsequenz geführt“, heißt es in einer Galeria-Mitteilung. Und: „Sollte es nicht gelingen, eine für beide Seiten tragfähige Lösung zu erreichen, besteht auch die Möglichkeit, dass sich Galeria nach Erfüllung von Verträgen aus Standorten zurückzieht.“ Grundvoraussetzung sei Profitabilität. Andersrum gesagt also wohl: Wer kein Plus macht, wird geschlossen. Die Filiale am Rotkreuzplatz ist der einzige Münchner Standort auf der Liste. Bundesweit betreibt Galeria derzeit 83 Warenhäuser, 33 davon stehen nun bundesweit auf dem Prüfstand.GW