Die Platte wäre allein wegen ihres großartigen Covers ihr Geld wert. Umso besser, dass sie sich nicht nur im Bilderrahmen, sondern auch auf dem Plattenteller gut macht. Modern und präsent produziert, vereint sie Mali-Blues mit Afrobeat und Pop. „Liebe bis zum Wahnsinn“ erweist sich als tragisch passender Titel: Mariam Doumbias musste das Album allein fertigstellen, nachdem ihr Ehemann und musikalischer Partner Amandou überraschend verstarb. Beide hatten sich am „Institut für Junge Blinde“ in Mali kennengelernt, geheiratet und kurz darauf ihre Karriere gestartet. Konzerte in Afrika verschafften ihnen internationale Beachtung, weltweite Touren, Support von U2 oder Coldplay beziehungsweise von Manu Chao oder Damon Albarn produzierte Alben folgten. Es ist ein so aktuelles wie zeitloses Vermächtnis, das zwei ebensolche Themen in den Mittelpunkt stellt: Liebe und Zusammenhalt.CU
Amandou & Mariam:
„L’amour à la folie“ (Rhodes Of Joy).
★★★★☆ Hörenswert