UNSERE KURZKRITIK

Putins Schattenmann

von Redaktion

Nach so unterschiedlichen Arbeiten wie „Personal Shopper“, „Carlos“ oder „Demonlover“ hat der französische Regisseur Olivier Assayas mit „Der Magier im Kreml“ eine Adaption des gleichnamigen Romans von Giuliano da Empoli gedreht. Der italienisch-schweizerische Schriftsteller und Politikwissenschaftler Empoli lehnt seinen „Magier“ an den realen Wladislaw Surkow an. Der war Theaterregisseur und TV-Produzent, ehe er Wladimir Putin, damals noch Chef des russischen Geheimdienstes, mittels seines Wissens um Auftritt und Täuschung zum Aufstieg bis zum Präsidenten der Russischen Föderation verhalf. In zahlreichen Vor- und Rückgriffen lässt Assayas in dem verschachtelten Film Surkows vermeintlich harmloses Alter Ego, den Strategen Vadim Baranov (Paul Dano), von seinem Aufstieg zum „neuen Rasputin“ an der Seite Putins (Jude Law) erzählen. Das Ergebnis: eine optisch wie dramaturgisch faszinierende, temporeiche Mischung aus Politthriller und Geschichtsstunde.ULF

Olivier Assayas:

„Der Magier im Kreml“ (Constantin/ Leonine).


★★★★★ Hervorragend

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