Vor zehn Jahren rockte sich Marc Amacher mit dem AC/DC-Cover „T.N.T.“ ins Finale von „The Voice of Germany“. Eine Nummer, die keinen Umweg übers Hirn nimmt, sondern gleich tiefer zielt. Diese Erinnerung hilft bei der Einordnung von „Overdrive“. Eingängige Melodien, ebensolche Texte – vor allem aber: jede Menge Druck im Kessel. Wäre Amacher Boxer statt Musiker, würde er sich nicht mit Taktieren aufhalten. Nein, der Schweizer (siehe nebenstehendes Interview) stürmt aus der Ecke. Blues? Rock? Boogie? Wurscht! Hauptsache jetzt! Die elf Songs kennen nur ein Ziel: auf die Zwölf. Selbst ein Titel wie „Shake it“ gönnt sich zum Auftakt gerade mal acht Sekunden entspanntes Grooven, bevor er hochschaltet. All das hat Marc Amacher zwar nicht erfunden. Aber er beherrscht den Ansatz aus dem Effeff. Und er hat eine herrlich angerostete Stimme, der man gerne zuhört.LEIC
Marc Amacher:
„Overdrive“ (Hoboville).
★★★★☆ Hörenswert