Ralf Langroth verarbeitet im Krimi „Schwarzer Samstag“ die Kubakrise auf gelungene Weise. Im Herbst 1962 führt die Krise, ausgelöst durch die Stationierung sowjetischer Raketen auf Kuba, die Welt an den Rand des Abgrunds. Die USA und die Sowjetunion scheinen kurz vor einem Atomkrieg zu stehen. In dieser explosiven Situation geht Langroths Romanfigur Philipp Gerber vom Bundeskriminalamt in Hamburg gegen eine kriminelle Organisation vor, die Waffen nach Kuba schmuggelt. Gleichzeitig wird seine Frau Eva im Auftrag des „Spiegel“ auf die Insel geschickt, um Fidel Castro zu interviewen. Während Philipp den Ring der Waffenschmuggler ausheben kann, entwickelt sich Evas Auftrag zu einer lebensgefährlichen Aktion, denn die USA drohen Kuba zu bombardieren. Langroths zeithistorische Krimis mit Philipp Gerber sind ausgezeichnet recherchierte Romane. Auch „Schwarzer Samstag“, in dem der vielleicht gefährlichste Moment der jungen Bundesrepublik geschildert wird.DPA
Ralf Langroth:
„Schwarzer Samstag“. Rowohlt, 464 Seiten; 18 Euro.
★★★★☆ Lesenswert