UNSERE KURZKRITIKEN

Alles über meine Mutter

von Redaktion

Die Zwillinge Viola und Sebastian sind gerade mal sieben Jahre alt, als ihre Mutter Susan an Krebs stirbt. Während sie heranwachsen, haben sie größte Mühe, die kostbaren Erinnerungen an das Leben mit ihr zu bewahren. Und so nutzt ihr Vater Al die Gelegenheit, ein ganz eigenes Bild der geliebten Ehefrau zu konservieren, die hin- und hergerissen zwischen Schauspielkarriere und Mutterrolle, zwischen Selbstbestimmung und Verantwortungsgefühl lebte. „Was wir von ihr wissen“ ist ein wunderbares Romandebüt der US-Autorin Rebecca Fallon. Eine Familiengeschichte, die von Trauer erzählt und von Träumen, in Rückblenden von Verliebtsein und Verlust – nie kitschig, nie larmoyant –, aber mit Feingefühl für das fragile Gefüge einer Familie, in der jeder seinen Platz finden muss, ohne sich zu verlieren. Dabei zeichnet Fallon ihre Figuren mit viel Verständnis. Das Bild der Mutter bleibt für die Kinder am Ende lückenhaft – und doch hilft es ihnen, die Leerstellen im eigenen Leben zu füllen.AKI

Rebecca Fallon:

„Was wir von ihr wissen“. Mare, 368 Seiten, 25 Euro.


★★★★☆ Lesenswert

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