Die Jury des Deutschen Buchpreises hat aus 205 gesichteten Titeln die 20 besten deutschsprachigen Romane des Jahres ausgewählt. „Das Vergangene ergründen, um Gegenwart zu verstehen – das findet sich in unserer Auswahl der Romane des Jahres 2026 auf ganz unterschiedliche Weisen“, sagte die Jurysprecherin Cornelia Geißler nach Mitteilung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels in Frankfurt am Main. „Fragmentarische Formen von bezwingender Vielschichtigkeit haben wir ebenso aufgenommen wie große, mitreißende Erzählungen über lange Zeiträume.“
Zur Auswahl gehören unter anderem Helene Bukowski: „Wer möchte nicht im Leben bleiben“ (claassen Verlag), Ingo Schulze: „Das Wasser im August“ (S. Fischer) und Peggy Mädler: „Selbstregulierung des Herzens“ (Galiani). Auch Heinz Strunk: „Memories of Heidelberg“ (Rowohlt), Dana Vowinckel: „Anton und Alma“ (Suhrkamp) und Giuliano Musio: „Aus anderem Holz“ (Luftschacht Verlag) sind dabei.
Die von der Jury gesichteten Bücher sind im Zeitraum seit dem 1. Oktober 2025 erschienen oder sie kommen noch bis zum 8. September auf den Markt. Aus diesen Werken wählt die Jury im nächsten Schritt sechs Bücher für die sogenannte Shortlist des Deutschen Buchpreises aus, die am 8. September veröffentlicht wird. Die betreffenden Autorinnen und Autoren erfahren erst am Abend der Preisverleihung am 5. Oktober vor Beginn der Frankfurter Buchmesse, wer von ihnen den Preis für den besten deutschsprachigen Roman des Jahres bekommt. Dafür erhalten der Preisträger oder die Preisträgerin 25.000 Euro, die anderen fünf Finalisten je 2500 Euro. Der Buchpreis 2025 ging an Dorothee Elmiger für ihren Roman „Die Holländerinnen“.
Der Deutsche Buchpreis wird von der Stiftung Buchkultur und Leseförderung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels vergeben. Hauptförderer ist die Deutsche Bank Stiftung, weitere Partner sind die Frankfurter Buchmesse und die Stadt Frankfurt am Main.EPD