Wird Hollywood zu Hüllerwood?

von Redaktion

Neue Regel könnte deutscher Schauspielerin bei den Oscars vier Nominierungen bringen

Sandra Hüllers Gesicht ist auch deswegen für die Kinoleinwand gemacht, weil man manchmal genauer hinschauen muss, um zu sehen, was darin passiert. In ihrem neuen Film „Vaterland“ (Kinostart 3. September) spielt sie Erika Mann, die gerade erfahren hat, dass ihr geliebter Bruder Klaus sich das Leben genommen hat. Die BBC prophezeite, dass Hüller bei der Verleihung kommenden März für vier Oscars nominiert sein könnte. Bei der nächsten Zeremonie können Schauspielerinnen und Schauspieler wegen einer Regeländerung erstmals für mehrere Rollen in derselben Kategorie nominiert werden. Und Hüller, so die BBC, könnte das mit ihren Hauptrollen in „Vaterland“ und „Rose“ sowie ihren Nebenrollen in „Der Astronaut – Project Hail Mary“ und dem im Herbst startenden „Digger“ gelingen.

„Digger“ ist der neue Film des mehrfachen Oscar-Preisträgers Alejandro González Iñárritu. Hüller spielt darin an der Seite von Tom Cruise. Befragt man sie beim Interview zu ihrem Film „Ingeborg Bachmann“, der 2026 auch noch herausgekommen ist, zu den Spekulationen über ihre vier Oscar-Chancen, antwortet sie gewohnt trocken: „Ja, das ist doch interessant. Ob das passieren kann, ich bin gespannt.“ Es sei „rein technisch“ möglich. „Das kann man ja einfach mal so zur Kenntnis nehmen.“

In Hollywood angekommen ist die 1978 in Suhl geborene Schauspielerin 2024 mit ihrer Oscar-Nominierung für „Anatomie eines Falls“. Die Regisseurin des Films, Justine Triet, sagte damals über Hüller: „Sie hat etwas an sich. Sie ist undurchschaubar, sie ist komplex.“ Ihr Wut-Monolog aus „Anatomie eines Falls“ wurde zu einem regelrechten Meme in den Sozialen Netzwerken. Einen eindrücklichen Wutausbruch gibt es auch in „Vaterland“. Ein Nutzer auf der Film-App Letterboxd schrieb: „Sandra Hüllers wütende Schrei-Szenen nähren meine Seele auf eine Weise, wie es nichts anderes tut.“LISA FORSTER

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