Singen konnte er schon immer. Als DSDS-Sieger von 2007 glänzte Mark Medlock mit „I heard it through the Grapevine“ – bevor ihm Musikverächter Dieter Bohlen den Soul austrieb. Nach ein paar netten Hits („Mamacita“) hatte der Hesse genug von der Musikszene und verabschiedete sich 2015 als „Privatier“ nach Sylt. Jetzt, mit 48, ist Medlock zurück – nach einer „Phase kreativer Weiterentwicklung“, wie es seine Plattenfirma amüsant beschreibt. Leider ist von der Weiterentwicklung auf „Back into the Sun“ nichts zu hören. Der neue Bohlen ist jetzt Fließband-Schlagerproduzent Christian Geller. Die Hälfte des Albums sind Neuaufnahmen der Bohlen-Songs („Now or never“), der Rest („Dancing through the Summer Rain“) ist braver Sommerpop fürs Radio. Bonuspunkte gibt’s für Medlocks noch gute Stimme und für den Nostalgiefaktor. Trotzdem bitter, wie die Musikindustrie mit Talenten umgeht.JH
Mark Medlock:
„Back into the Sun“ (Edel).
★★☆☆☆ Erträglich