Im Jahr 2027 jährt sich der 800. Todestag des berühmt-berüchtigten Mongolenfürsten Dschingis Khan. Bereits im Herbst 2026 eröffnet in Berlin eine große Ausstellung über diese ebenso faszinierende wie widersprüchliche Herrschergestalt und die Welt der Mongolen. Wer sich schon jetzt einstimmen will aufs Jubiläum, der findet im Buch des Berliner Museumsdirektors Matthias Wemhoff und der Autorin Gisela Graichen eine spannende und lehrreiche Lektüre. „Dschingis Khan. Der Fürst des Unermesslichen“ ist mehr als eine klassische Biografie, enthält das Buch doch auch anschauliche archäologische Grabungsberichte etwa aus der alten Mongolenhauptstadt Karakorum. Sehr lebendig zeichnen die Autoren den Weg Temüdschins, so Dschingis Khans ursprünglicher Name, vom verarmten und entrechteten Jungen zum brutalen Eroberer nach, bis er das größte Landimperium der Geschichte beherrschte. Die überaus grausamen Feldzüge der Mongolen hallen bis heute nach. DPA
Gisela Graichen, Matthias Wemhoff:
„Dschingis Khan“. Propyläen, 304 Seiten; 22 Euro.
★★★★★ Hervorragend