ALBUM

Zusammenbruch in Schönheit

von Redaktion

Er verkündet den „Breakdown“. „Es fühlte sich an, als würde alles in meinem Leben auseinanderbrechen“, berichtet Keb‘ Mo‘ und zählt auf: Gesundheit, Beziehung, „meine ganze Welt“. Und nun? „Die einzige Möglichkeit, darauf zu reagieren, war für mich, die Musik herunterzubrechen.“ Das hat er auf diesem Album getan – und natürlich ist es nicht so schlimm, wie der Titel nahelegt. Im Gegenteil: „I gonna be grateful for every step of the Way”, singt der US-Amerikaner, der 1951 als Kevin Roosevelt Moore geboren wurde. Musikalisch ist „The Breakdown“ tatsächlich wörtlich zu nehmen. Der Blues ist aufs Wesentliche reduziert: Stimme, Gitarre, Story. Mal ein Klatschen hier, eine sehnsüchtige Harp oder Backgroundgesang, der dort hereingospelt. Mehr braucht’s auch nicht. Das ist perfekt produziert, und jede Nummer klingt toll. Doch fehlt dem Album letztlich eine aufregende Dramaturgie.LEIC

Keb‘ Mo‘:

„The Breakdown“ (Concord Records).


★★★☆☆ Annehmbar

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