Der Schweizer Posaunist Samuel Blaser hat dieses Album seiner italienischen Großmutter gewidmet und dafür, neben fünf eigenen Stücken, drei Volksweisen aus der Emilia-Romagna adaptiert. Das Titelstück, das so heißt wie Oma Blaser, steigert er dabei von berührend einfacher Liedhaftigkeit zu großer Eindringlichkeit. Die eine große Bandbreite abdeckenden Eigenkompositionen verraten oft schon im Titel, ob sie eher quirlig-heiter („Scherzo“) oder grüblerisch-geheimnisvoll („Mysteriously“) angelegt sind. Von seiner exzellenten Rhythmusgruppe unterstützt, gelingt Blaser auf diese Weise ein abwechslungsreiches Album zwischen südländischer Melodiosität und jazzgemäßem Drive, zwischen balladesken und exaltiert-ausgelassenen Stimmungen. Die Nonna könnte stolz sein, wie gut ihr Enkel sein musikbegeistertes Publikum unterhält. RUN
Samuel Blaser Quartet:
„Rosina“ (Blaser Music)
★★★★☆ Hörenswert