Die Institution des Klaviertrios neu zu denken, ist das Ziel des Kölner Pianisten Felix Hauptmann. Deshalb schreibt er nicht nur für sich, sondern auch für Kontrabassist Roger Kintopf und Schlagzeuger Leif Berger dezidierte Parts, die diese auswendig lernen und in einen gemeinsamen Improvisationsprozess integrieren. Weil sich hier kein Pianovirtuose loyal begleiten lässt, sondern eine Gruppenidentität aus drei gleich wichtigen Mitgliedern geschaffen wird, heißt diese Band nicht Felix Hauptmann Trio, sondern Percussion. Auf ihrem dritten Album ist Percussion die Schaffung eines Klangkosmos, in dem Melodie, Harmonie und Rhythmus aufs Engste verzahnt sind, ausgezeichnet gelungen. Nur wenige Pianotrios im Jazz haben eine so eigenwillige Klangsprache entwickelt, die nicht als Hintergrundmusik taugt, aber auch nicht unzugänglich ist. Konzentriertes Zuhören wird reich belohnt. RUN
Felix Hauptmann:
„Percussion III” (Unit).
★★★★☆ Hörenswert