„Everytime“ wird Oscar-Beitrag

von Redaktion

Sandra Wollner und ihr Film „Everytime“ dürfen sich Oscar-Hoffnungen machen. © Gregor Fischer/dpa

Deutschland schickt den Film „Everytime“ der österreichischen Regisseurin Sandra Wollner ins Rennen um den Oscar als „Bester internationaler Film“. Das gab German Films, die Auslandsvertretung des deutschen Films, am Dienstagabend in München bekannt. „Everytime“ erzählt von Ella und ihrer jüngeren Tochter Melli, die ein Jahr nach dem plötzlichen Tod der älteren Tochter Jessie versuchen, ihren Alltag zu bewältigen. Die Trauer zeigt sich in kleinen Gesten, alten Nachrichten und Videoaufnahmen.

„Mit „Everytime“ gelingt der Regisseurin und Autorin Sandra Wollner das Kunststück, mit rein filmischen Mitteln und einer überraschenden Leichtigkeit Trauer als Zustand einer aus den Fugen geratenen Welt erlebbar zu machen“, hieß es in der Jury-Begründung. Birgit Minichmayr ist in einer Hauptrolle zu sehen. Wollner gewann für „Everytime“ bei den Filmfestspielen in Cannes den Hauptpreis der Sektion „Un Certain Regard“.

Erstmals ist es möglich, dass drei deutsche Produktionen ins Rennen um die oft „Auslands-Oscar“ genannte Auszeichnung gehen. Seit diesem Jahr sind Werke, die bei bestimmten Filmfestivals Hauptpreise gewonnen haben, automatisch für die Einreichung als „Bester internationaler Film“ qualifiziert. Dieses Jahr sind das „Gelbe Briefe“ von İlker Çatak (Goldener Bär bei der Berlinale) und „Von Scham und Geld“ von Visar Morina (World Cinema Grand Jury Prize beim Sundance Festival).

Alle drei Filme sind hauptsächlich in Deutschland produziert und könnten auf die Shortlist kommen, wenn eine Jury aus Academy-Mitgliedern diese auswählt. Aus der Shortlist werden dann die fünf Filme ausgewählt, die für einen Oscar nominiert werden. Die Verleihung findet am 14. März statt.DPA

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