Die alleinerziehende Doreen träumt von einem Leben als Malerin. Tatsächlich arbeitet sie als Filialleiterin einer Supermarktkette. Ihre Tochter Marina möchte Sängerin und Songwriterin werden und hofft auf den Durchbruch auf YouTube. Bei einer Zwangsversteigerung ersteigert Doreen eher versehentlich für 100 Euro eine Jugendstilvilla im Leipziger Nobelviertel Gohlis. Auch sonst scheint das Schicksal den beiden plötzlich wohlgesinnt. Obwohl sich um das Mutter-Tochter-Gespann herum seltsame Vorkommnisse häufen… Markus Heitz, für Fantasy-Romane bekannt, schreibt im Edgar-Allan-Poe-Stil über eine verfluchte Villa, die ein Eigenleben entwickelt. Die Auflösung ist zwar ein bisschen unbefriedigend. Aber bis dahin liest Sascha Rotermund so gekonnt, dass sich einem die Nackenhaare aufstellen.ULF
Markus Heitz:
„Die Villa“, gelesen von Sascha Rotermund.
Argon Verlag; 20,95 Euro.
★★★★★ Hervorragend