Eine Legende besagt, dass sich im Leuchten der Glühwürmchen die Seelen der Verstorbenen manifestieren. Wer „Fireflies“ von Danielle Nicole hört, muss einfach daran glauben. Vier Jahre ist es her, dass ihr Bruder, der Drummer Kris Schnebelen, starb. Mit ihm und ihrem zweiten Bruder Nick hat die Bassistin und Sängerin einst Trampled Under Foot gegründet. Im Jahr 2015 erschien dann das Solo-Debüt der Musikerin, die 1983 geboren wurde. „Als mein Bruder starb, schrieb ich zwar weiterhin viele Songs“, erinnert sie sich. Allein: Sie konnte die meisten nicht zu Ende bringen. Doch das ist überwunden. Ein Glück: „Fireflies“ ist ein Album, das lässig groovt (man spiele nur „Take me back“ an) und sehr viel Soul hat. Wen wundert’s? Getragen von ihrem virtuosen Bass-Spiel, das in keinem Moment zur Pose verkommt, und der kraftvollen Stimme („Memories“!) sind diese elf Nummern ein Fest des Lebens.LEIC
Danielle Nicole:
„Fireflies“ (40 Below Records).
★★★★★ Hervorragend