Antonio Fogliani galt als äußerst beliebt. © Casadio
Große Bestürzung in der Musikwelt: Der Dirigent Antonio Fogliani ist am Samstag nach längerer Krankheit gestorben – zwei Monate nach seinem 50. Geburtstag. Fogliani stammte aus Messina und galt als Experte fürs italienische Fach, besonders für die Opern des Belcanto. Noch im Juli stand er am Pult der Bayerischen Staatsoper, er dirigierte bei den Opernfestspielen Rossinis „La cenerentola“. Das Münchner Haus hatte viele Pläne mit ihm, Fogliani sollte am 16. September das Konzert „Oper für alle“ im BMW Park leiten und die Neuproduktion von Donizeittis „Maria Stuarda“, Premiere ist im kommenden Dezember. Fogliani war regelmäßiger Gast vor allem an den großen italienischen Opernhäusern. Daneben gab er seine Kunst an Konservatorien weiter. Er lebte in der Schweiz und hinterlässt eine Ehefrau sowie einen gemeinsamen Sohn.
Die Bayerische Staatsoper würdigte Fogliani als „wunderbaren Dirigenten, leidenschaftlichen Musiker und außerordentlich warmherzigen Menschen“. Die Musik „kam aus seinem Innersten, aus einer unerschöpflichen Neugier, aus Temperament und Wissen, vor allem aber aus dem Herzen“.TH