Obacht mit Kritik! In „Detective Inna Duke“ urteilt ein Streamer harsch über Indie-Games – und wird prompt entführt. Zum Glück gibt‘s über diese Geschichte (Spielfilmlänge, sechs Euro, Text englisch) Positives zu sagen: Sie beginnt als selbstironisches Meta-Spiel mit der Video-Szene, wandelt sich dann aber (mit ein paar Rätseleinlagen und Plot-Abzweigmöglichkeiten) zu einem Krimi mit allgemeineren, düsteren Themen. Auch dass die Figuren menschengestaltige Tiere sind (das Opfer ein Hamster, die Detektivin eine Truthenne etc.) entpuppt sich als keine reine Stilübung, sondern geht tiefer mit Metaphern über Herkunft und Gesellschaftsordnung. Und: Die Handlung spielt in einer Comic-Variante von Kiew, die Entwickler Hmarka Team sind in der Ukraine daheim. Ein pessimistisches Weltbild verwundert einen da gerade kaum. (Für PC auf Steam.)WIL
„Detective Inna Duke“
(Hmarka Team).
★★★★☆ Spielenswert