In ihrer Heimat, wo die Berge nicht ganz so hoch, aber die Sommer noch heißer sind als in den Alpen, spielt der erste Roman von Monika Köpfer. Ihr Schwarzwald-Krimi „Böswald“ führt von Freiburg in das Dörfchen Bregau. Das Opfer heißt Paul Fritsch und liegt zu Füßen eines Harvesters, der „Höllenmaschine“, wie die alte Anna Waldvogel diesen modernen Holzvollernter nennt. Ist der sympathische Förster zwischen die Fronten von Waldbesitzern und der örtlichen Initiative für ein Naturschutzgebiet geraten? Oder hat er die eine Frau zu viel enttäuscht? Verdächtige gibt es jede Menge, weshalb Hauptkommissarin Liz Hauser sich erst mal vor Ort einquartiert. Hier macht sie interessante Bekanntschaften, auch eine amouröse ist dabei, und lässt den Gedanken keimen, wie es wäre, in den Schwarzwald zu ziehen. Die in München lebende Übersetzerin und Ghostwriterin hat die Story ganz klar als Start einer Reihe konzipiert. Unterhaltsam, mit viel Lokalkolorit – und großer Vorfreude auf die Fortsetzung.SL
Monika Köpfer:
„Böswald“, Aufbau, 337 Seiten; 14 Euro.
★★★★☆ Lesenswert