Münchens neue Geheim-Agenten

von Redaktion

Gedreht im Westend und in Schwabing: Die ZDF-Comedy-Serie „SpyOn

Cool: Klaus Steinbacher als junger Spion.

Achtung! Götz Otto gibt den Agenten-Ausbilder.

Chaotisch, aber mutig: Sie sind die neuen Geheim-Agenten der Comedy „SpyOn“. © ZDF

Einen Seitenhieb kann sich Götz Otto nicht verkneifen: „In der ganzen Serie wird nicht einmal auf meine eigene Bond-Vergangenheit angespielt“. Otto spielte 1997 in „Der Morgen stirbt nie“ den brutalen Gegenspieler Richard Stomper von Bond Pierce Brosnan. Nun zitiert er als Ausbilder Voss Konfuzius, um seine Chefin beim BND, gespielt von Sophie von Kessel, auf die Palme zu bringen und sein unbedingtes Vertrauen in die Geheimkräfte des neuen Agenten-Azubi-Jahrgangs zu begründen. Wo? Ab heute in der ZDF Mediathek in der furiosen Sitcom „SpyOn“, die in München unter anderem im Westend und im Institut français in Schwabing entstand und respektlos mit dem Geheimdienst umgeht.

BND in Pullach war nicht begeistert

Dem BND in Pullach war das zu viel. Er wollte nach Durchsicht der Drehbücher nicht mehr mit den Produzenten Felix Parson und Ito Hermann kooperieren, was denen noch mehr Freiheiten gab. Auf den Logos zur „Waffenkammer“ ist nun eben kein Bundesadler, sondern eine Bundestaube zu sehen. „Aber hinter dem Humor stecken Themen, die viele junge Erwachsene bewegen: Leistungsdruck, Selbstzweifel, Konkurrenz und die Suche nach dem eigenen Platz. Vieles ist dabei von realen Strukturen, Abläufen und den skurrilen Seiten des Geheimdienstalltags inspiriert. Gemeinsam mit unserem großartigen Cast ist eine temporeiche Comedy mit viel Herz und echtem Binge-Potenzial entstanden“, finden die Produzenten.

Auch Kammerspiel-Star Sophie von Kessel lässt auf die Sitcom nichts kommen: „Comedy ist die Königsklasse. Und hier saß das Timing perfekt.“ Ihre Rolle als Geheimdienst-Chefin sei „hart, bissig und böse auf den ersten Blick.“ Sie soll immer perfekt sein. „Das ist reizvoll daran“, so Kessel. „Ich selbst bin auch Perfektionistin. Aber je älter ich werde, desto mehr spüre ich die Komik, die darin liegt, das Unperfekte zuzulassen.“ Vor ihr zittern müssen fünf Neulinge. Asel (Lukas Zumbrock), Vicky (Lea Zoë Voss), Andi (Klaus Steinbacher), Yuki (Nhung Hong) und Sami (Sogol Faghani) wirken zunächst wie ein Sicherheitsrisiko – doch können sie sich dank ihrer unterschiedlichen Begabungen aus den ausweglosen Situationen befreien – auch wenn sie dabei den Ruf des Geheimdienstes ruinieren.

Da ist etwa Lea Zoe Voss als Victoria von Meckwitz. Lea Voss hat sich sogar im echten Leben in München für die Polizei beworben. „Ich hab für die Prüfung bei der Polizei einfach mal alle Tests bestanden, ich war nur zu leicht und zu klein.“

Klaus Steinbacher als Andreas Rödig merkte bei der Vorbereitung: „dass ich einige Bond-Zitate nicht kenne und vier Bond-Filme zur Vorbereitung geschaut.“ Allerdings sieht Steinbacher, der gerade zusammen mit von Kessel in „München Beats“ zu sehen war, auch Parallelen: „Meine Serienfigur Andi gibt immer alles, um sich seinen Traum zu erfüllen, und fällt immer wieder auf die Fresse. Da sind wir uns etwas ähnlich.“

Auch weitere bekannte Namen machen neugierig auf SpyOn: So sieht man Natascha Ochsenknecht, Ex-Frau von Uwe Ochsenknecht, in einer kleinen Nebenrolle, Sandro Carpasso, zurzeit Münchens gefragtester Influencer, gibt den vornehmen Baron von Velours und Comedian Eva Karl Faltermeier ist Kantinenfrau Elli. Alles eine wilde Mischung, die am kommenden Samstag in München Premiere feiert. Ab 29. September gibts SpyOn im ZDF.MICHAEL DURWEN

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