UNSERE KURZKRITIKEN

Lust auf Abenteuer

von Redaktion

Mindestens so lesenswert wie die Geschichte von „Ins hohe Gras“ ist Trevor Noahs Einleitung zu seinem Buch. Der Kabarettist, 1984 in Südafrika geboren, erzählt von seiner Kindheit – davon, wie seine Pläne und die seiner Mutter manchmal nicht kompatibel waren. Davon, dass seine Großmutter ihn „Springbock“ nannte. Und von der enormen Bedeutung der (kindlichen) Vorstellungskraft. „Und hier kommen Bücher ins Spiel“, schreibt Noah, der in seiner Autobiografie „Farbenblind“ (2016) vom Aufwachsen unter den letzten Zuckungen des Apartheid-Regimes erzählte. „Wenn die Fantasie eine Rakete ist, dann sind Bücher ihr Treibstoff.“ Das beweist auch dieses Werk. Um den Regeln der Erwachsenen zu entkommen, flieht ein Bub mit seinem Teddy, der auf den Namen Walter hört, ins hohe Gras. Einfühlsam schildert Noah die Abenteuer des Duos, die von der litauischen Künstlerin Sabina Hahn wunderbar illustriert wurden. Ein Buch für jedes Lesealter.LEIC

Trevor Noah:

„Ins hohe Gras“. Insel Verlag, 128 Seiten; 20 Euro.


★★★★☆ Lesenswert

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