Schauspielerin Cate Blanchett (57, Foto: Emma Da Silva) wird mit dem hoch dotierten Kulturpreis Praemium Imperiale geehrt. Ausgezeichnet werden auch Architekt Daniel Libeskind, Dirigent Herbert Blomstedt (Foto: Jan Woitas/dpa), US-Künstlerin Jenny Holzer sowie der britische Bildhauer Andy Goldsworthy, wie die Organisatoren bekannt gaben. Der Praemium Imperiale wird jährlich von der Japan Art Association verliehen. Die Auszeichnungen sind mit jeweils 15 Millionen Yen – umgerechnet etwa 80.000 Euro – dotiert. Sie werden seit 1989 auf Anregung des japanischen Kaiserhauses in Andenken an Prinz Takamatsu (1905-1987) vergeben.
Die australische Schauspielerin Blanchett hat bereits zwei Oscars gewonnen und steht derzeit mit Nina Hoss in London auf der Theaterbühne. Die beiden haben gemeinsam auch den Film „Tár“ über die Dirigentin eines Spitzenorchesters gedreht. Der Schwede Blomstedt (99) ist der dienstälteste Dirigent der Welt. Bis 2005 war er Gewandhauskapellmeister in Leipzig, früher leitete er die Staatskapelle Dresden. Regelmäßig ist er zudem Gast beim Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks (siehe Seite 15).
Der New Yorker Architekt Libeskind (80) ist für seine ungewöhnlichen Bauten bekannt, darunter das Jüdische Museum in Berlin. Das Gebäude mit seiner gezackten Form und den dunklen Betonschächten ließ das Museum in der Form überhaupt erst entstehen und verhalf dem Architekten zum Durchbruch. US-Künstlerin Holzer (76) sei mit ihren Text- und Lichtinstallationen eine führende Vertreterin der Written Art, hieß es in der Mitteilung. In eindringlichen Sätzen etwa auf LED-Bändern, Plakaten, Fassaden schaffe sie mit ihrer politischen Textkunst direkte Konfrontationen im Alltag der Menschen.
Der Künstler Goldsworthy (70) gehöre zu den „international bedeutendsten und ikonischsten Bildhauern unserer Zeit“. Bekannt sei er für dauerhafte Landschaftsprojekte ebenso wie für vergängliche Werke, die er bewusst der Veränderung durch die Natur überlasse. Die Auszeichnungen werden in Tokio verliehen.DPA