Den Film kennt jeder, und auch der Soundtrack wurde zum Welterfolg: „Der dritte Mann“ (Foto: Studiocanal) trug 1949 noch einmal dazu bei, dass Orson Welles als Kino-Genie in Erinnerung blieb – auch wenn er bei der Graham-Greene-Verfilmung nicht Regie führte, sondern Carol Reed. Ein im Nachkriegs-Wien gedrehter Thriller um den Schriftsteller Holly Martins (Joseph Cotten), der den Schwarzmarktgeschäften seines Freundes Harry Lime (Welles) nachspürt, der angeblich verstorben ist. Zur Bekanntheit des Films trugen das von Anton Karas auf der Zither gespielte Harry-Lime-Thema, die expressionistischen Kameraperspektiven, Welles’ viel zitierte „Kuckucksuhr-Rede“ und die finale Verfolgungsjagd durch die Wiener Kanalisation bei. Jetzt bekommt man die Gelegenheit, den Klassiker in der englischen Originalversion mit deutschen Untertiteln zu sehen. Am Donnerstag, 17. September, läuft er um 19 Uhr im Münchner Filmmuseum. Vorneweg wird der Kurzfilm „Orson Welles‘ Vienna“ gezeigt, in dem Welles nach Wien zurückkehrt. Karten (5 Euro) online unter muenchner-stadtmuseum.de/film.LÖ