Auch wer nicht mehr arbeitet, gerät leicht in einen Alltagstrott. Um solche Routinen zu unterbrechen, reicht es häufig, nur eine Kleinigkeit zu ändern. „Ich empfehle zum Beispiel, mal das Kulturprogramm zu studieren und ins Museum oder zu einem Konzert zu gehen“, sagt Christine Sowinski vom Kuratorium Deutsche Altershilfe. Bestenfalls hat man Spaß daran und kauft die nächste Karte – oder man trifft Gleichgesinnte und verabredet sich auf einen Kaffee. Schon ein einziger Termin kann einen so aus der Lethargie holen und motivieren, öfter etwas zu unternehmen.
Wer viel gearbeitet hat, kann sich im Alter auch mal etwas gönnen. Aber tatsächlich geben Menschen, die älter sind als 50, ihr Erspartes gerne für andere aus: Kinder, Enkel oder Bedürftige. Das ergab eine Forsa-Umfrage im Auftrag von Easy Credit. 78 Prozent der 480 Befragten zwischen 50 und 79 Jahren planten sicher oder zumindest wahrscheinlich, Geld für andere auszugeben. Sich selbst lässt die Generation 50 plus dabei nicht außer Acht: 75 Prozent planen Ausgaben für Reisen. Luxusartikel wie teure Kleidung sind dagegen weniger interessant. Nur sieben Prozent planen Ausgaben dafür. Insgesamt wurden 1000 Menschen zwischen 18 und 79 Jahren befragt.
Im vergangenen Jahr hat die Hälfte der Deutschen zwischen 18 und 64 Jahren an einer Weiterbildung teilgenommen. Wie das Bundesbildungsministerium mitteilte, bilden sich Erwerbstätige mit 56 Prozent am häufigsten weiter. Auch die „Generation 50plus“ hat ihre Beteiligung kontinuierlich gesteigert. Bei den über 65-Jährigen nehme jeder Fünfte an Weiterbildungsmaßnahmen teil. Eine wesentliche Veränderung sei die Digitalisierung: Mehr als 40 Prozent aller Weiterbildungen finden in digital gestützter Form statt. Die Ergebnisse stammen aus der vom Ministerium geförderten „Adult Education Survey 2016“. Die Erhebung wird laut Bildungsministerium seit 2007 im Abstand von zwei bis drei Jahren durchgeführt. kna
Bis zu 85 Prozent der Menschen in Deutschland leiden mindestens einmal im Leben an Kreuzschmerzen. Lässt sich für den Schmerz keine organische Ursache finden, ist Bewegung die beste Therapie, erklärten Experten beim Deutschen Kongress für Orthopädie und Unfallchirurgie. Medikamente können gut dabei helfen, die körperliche Aktivität wiederaufzunehmen. Außerdem sollten mögliche psychische Ursachen und Probleme im sozialen Umfeld stärker betrachtet werden. Bettruhe dagegen könnte die Schmerzen verstärken. Deswegen raten die Experten davon ab, allein auf passive Therapien wie Massage oder Taping zu setzen. ama