Smartphone & Co.

Digitale Helfer für Schulkinder

von Redaktion

von jörg heinrich

-Das Häfft

Zerfledderte Stundenpläne sind völlig out – seit es das kultige „Häfft“ auch als „Äpp“ fürs iPhone gibt (2,29 Euro). Deutschlands beliebtestes Hausaufgabenheft bietet unter anderem einen digitalen Stundenplan, einen Hausaufgabenmanager, eine Notenübersicht, einen Ferienkalender – und die legendären Comics mit Brot & Schwein. Das „Häfft“, das 1990 am Gymnasium Fürstenried-West entstand, ist als App beinahe schon Pflicht für Schülerinnen und Schüler mit iPhone.

-Stundenplan Deluxe

Wem die „Häfft“-App zu umfangreich ist oder wer kein iPhone hat – der findet mit „Stundenplan Deluxe“ eine der beliebtesten Android-Apps für die Schule. Auch hier lässt sich nicht nur der Stundenplan eintragen, es werden auch Unterlagen oder Prüfungstermine verwaltet. Die normale Version ist kostenlos. Und für 2,99 Euro gibt es eine erweiterte Variante mit Funktionen für Eltern und Lehrer.

-Die Mathe-App

Eine solche App haben sich Generationen von Schülern gewünscht. „Photomath: Kamerarechner“ löst Mathe-Aufgaben per Kamera. Abfotografieren genügt, und schon erscheint auf dem Bildschirm von Smartphone oder Tablet die Lösung, einschließlich Rechenweg. Der Entwickler spricht von „Zauberei“, und tatsächlich lässt sich kaum nachvollziehen, wie die App auch komplizierteste Aufgaben löst. Photomath beherrscht unter anderem Arithmetik, Brüche, Dezimalzahlen, Wurzeln, Algebra, Logarithmen und Trigonometrie. Die App gibt es für iOS und Android. Testen ist gratis, das Jahresabo kostet 10,99 Euro.

-Das erste Smartphone

„Normales Handy ab neun Jahren, Smartphone ab elf oder zwölf“ – das empfiehlt Kristin Langer vom Elternratgeber schau-hin.info. Sie rät dazu, dass die Kinder mit einem klassischen Handy wie dem Nokia 105 (25 Euro) den Umgang mit ihrem Minutenbudget lernen. Als erstes eigenes Smartphone ist das neue Archos Access mit handlichem 4-Zoll-Schirm ideal, das im September für 69 Euro erscheint. Es läuft bereits mit dem noch recht aktuellen und sicheren Android 7.

-WhatsApp

Sollten Kinder und Jugendliche tatsächlich erst ab 16 Jahren verwenden – so wie es in den Nutzungsbedingungen der App steht. Denn gerade auf WhatsApp passieren enorm viel Spam, Mobbing und Nachstellungen. Tipp: Gleich beim ersten Elternabend sollten Eltern und Lehrer vereinbaren, dass die ganze Klasse mit einer anderen App kommuniziert, zum Beispiel mit Threema, Telegram, SIMSme oder Familonet – einer sehr empfehlenswerten Chat-App für die Familie oder für geschlossene Gruppen, in die sich niemand einmischen kann (iOS und Android).

-Sicherheit auf dem Schulweg

Schulkinder leben gefährlich. Alle 18 Minuten kommt in Deutschland ein Kind im Straßenverkehr zu Schaden. Die Initiative „Schutzranzen“ will mithelfen, diesen schlimmen Zustand zu ändern – durch eine Art digitale Warnweste. Dabei läuft eine App sowohl auf dem Smartphone des Autofahrers als auch auf dem Handy des Kindes. Per GPS-Ortung wird ermittelt, ob fahrendes Auto und Kind einen bestimmten Sicherheitsabstand unterschreiten. Dann schlägt die App im Auto Alarm, und der Fahrer kann – hoffentlich – rechtzeitig bremsen. Dank GPS schaut der Fahrer quasi um die Ecke und wird sogar auf Kinder aufmerksam gemacht, die noch gar nicht in seinem Blickfeld sind. Je mehr Autofahrer die App laden, desto sicherer sind die Kinder unterwegs. Zusätzlich hat Schutzranzen an allen 16 300 deutschen Grundschulen „digitale Schülerlotsen“ installiert. Per App-Alarm werden Autofahrer gewarnt, die schneller als 30 km/h fahren. Die App gibt es für iOS und Android, das Jahresabo kostet 11,99 Euro. Für Kinder, die noch kein Smartphone haben oder keines in die Schule mitnehmen dürfen, gibt es für 75 Euro im Jahr ein GPS-Modul mit ähnlicher Funktionalität.

-Playbrush

Wenn die Kinder morgens vor der Schule nicht aus den Federn wollen – dann hilft es sehr, wenn im Badezimmer eine Menge Spaß wartet. Die Playbrush-Zahnbürste ist auch ein Spiel-Controller fürs Smartphone. Links putzen – und das Monster hüpft nach links. Nach oben schrubben – und das Flugzeug hebt ab. Die Putzzeit wird so garantiert eingehalten. Außerdem messen Sensoren das Putzverhalten (29 Euro).

-Lamy abc digi Schreiblern-Stylus

Den Schreiblern-Füller von Lamy kennen viele Kinder. Nun gibt es vom gleichen Hersteller einen digitalen Schreiblern-Stift im ähnlichen Design. Mit dem Lamy abc digi Stylus können Schulanfänger oder auch noch Vorschüler per App Buchstaben und Zahlen lernen. Der Stift funktioniert wie ein Finger, arbeitet aber viel exakter. Zur Belohnung wird aus dem Buchstaben ein animiertes Tier (9,50 Euro).

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