Es muss ja nicht immer Gourmet-Kost sein, für die man stundenlang vorher in der Küche steht. Besonders bei der Jugend ist Burger-Essen mit Freunden angesagt. Doch weil selbst gemacht auch bei Burgern meist besser schmeckt und außerdem in vielen Fällen weitaus günstiger ist als im Lokal, probieren heute die beiden Hauswirtschaftsschülerinnen Laura Elsenhans und Bernadette Karg aus dem Landkreis Weilheim-Schongau verschiedene Varianten aus. „Außerdem weiß man dann genau, was auf der Semmel landet“, sagt Laura Elsenhans.
„Wir treffen uns am Wochenende oft zum Burger-Essen mit Freunden. Jeder bringt was mit, jeder kann seine Semmel belegen, wie er will“, erzählt Bernadette Karg. „Das ist ein ganz unkompliziertes Essen“, sagt die 17-Jährige. Da ist es egal, wenn der eine keine Tomaten, der andere keine Zwiebel wolle.
Aus diesem Grund war auch ein Burger-Essen anlässlich der Firmung von Bernadettes Schwester angesagt. „Das war ein tolles Familienfest.“ Apropos Familienfeste: Für Hochzeiten haben beide jungen Frauen schon die Torten angefertigt. Dreistöckig und mit jeder Menge Dekoration. Das Verzieren macht am meisten Spaß, sind sie sich einig.
Eine Art „Steak Tartar“ – rohes, gewürztes Hackfleisch – ist der „Urvater“ des heutigen Hamburgers, kurz Burger. Deutsche Einwanderer aus Hamburg sollen dieses Gericht im 19. Jahrhundert mit in die USA gebracht haben, so die Überlieferung. Die erste gedruckte Erwähnung des „Hamburg Steaks“ fand sich 1884 im „Boston Evening Journal“.
Soweit die Geschichte des Burgers, der nun hierzulande immer beliebter wird. Überall schießen Burger-Läden aus dem Boden. „Es muss nicht immer nur der klassische Rindfleisch-Burger sein“, sind sich die beiden jungen Frauen einig. Und auch darin stimmen sie überein: Alles, was auf den Burger kommt, wird selbst hergestellt, nicht einmal Röstzwiebeln werden fertig gekauft.
„Die Saucen geben den besonderen Kick“, sagt Laura Elsenhans, die den Fisch-Burger zubereitet.
Bernadette Karg macht sich an die klassische Variante, die sie etwas abwandelt. Der Paddy besteht aus einer Art Fleischpflanzerl, das mit Haferflocken („Die haben wir immer zu Hause“) gebunden wird. Die angehende Hauswirtschafterin, die später einmal als Dorfhelferin arbeiten will, hantiert mit Einmalhandschuhen – „ich mag kein rohes Hackfleisch anfassen“, erklärt sie. Außerdem sei das auch viel hygienischer.
Normalerweise werden die Fleischscheiben ja gegrillt. Die Hauswirtschaftsschülerin bereitet sie lieber im Ofen zu. So kann man viele Paddys auf einmal garen. Sogar vorbereiten lassen sich die Fleischtaler auf diese Weise. „Und schlechtes Wetter ist dann auch kein Problem mehr.“ Wenn man die Paddys im Ofen zubereitet, darf der Teig ruhig etwas weicher sein, fügt Bernadette Karg noch als Tipp an.
Das Zusammenlegen dann macht beiden am meisten Spaß: Kunstvoll werden die Burger mit allen Zutaten gebaut.
Ein verführerischer Anblick. Zum Reinbeißen. Es lohnt sich. Versprochen.