MEDIZIN-TIPPS FÜR SENIOREN
Frühe Physiotherapie für Ältere wichtig
Für alte kranke Menschen ist es besonders schwer, sich zu Bewegung aufzuraffen. Zu viel Bettruhe kann aber dazu führen, dass man sich hinterher gar nicht mehr selbst versorgen kann, warnt man beim Verband Pneumologischer Kliniken (VPK). Wird jemand zum Beispiel mit einer Lungenentzündung ins Krankenhaus eingeliefert, sollte er schon am ersten Tag gemeinsam mit einem Physiotherapeuten wieder in Bewegung kommen. Am Anfang stehen Atemübungen und aktives Abhusten auf dem Programm. Liegt der Patient dagegen rund um die Uhr im Bett, baut er schnell Muskelmasse ab, und die Gelenke werden steif. Den Lungenärzten zufolge verringert es auch den Appetit – wodurch der Betroffene noch weiter geschwächt wird. Mehr Infos hierzu gibt es im Internet unter www.lungenaerzte-im-netz.de. dpa
Wer einen Raum daheim zum Pflegezimmer für Angehörige umrüstet, sollte dabei unter anderem auf Licht und Offenheit achten. Warme und nicht zu dunkle Farben an den Wänden verbreiten eine freundliche Atmosphäre, heißt es im Apotheken-Magazin „Senioren Ratgeber“. Offene Fenster ermöglichen den Blick ins Grüne – am besten mit lichtdurchlässigen Rollos statt schwerer Vorhänge. Eine offene Tür helfe Pflegebedürftigen zudem dabei, sich nicht zu isoliert vom Rest des Familienlebens zu fühlen. Gleichzeitig sollten bei der Einrichtung des Pflegezimmers aber auch die praktischen Erwägungen nicht zu kurz kommen: Pflegeutensilien etwa sollten griffbereit im Raum liegen, Lichtschalter und Gehhilfen wie der Rollator möglichst nah am Bett platziert werden. dpa
Menschen mit einem erhöhten Risiko für einen Schlaganfall oder Herzinfarkt rät der Arzt oft dazu, niedrigdosierte Acetylsalicylsäure (ASS) einzunehmen, auch als „Kardio-ASS“ bekannt. Doch: Etwa 10 bis 20 Prozent der Patienten setzen das Medikament in den ersten drei Jahren nach ihrem Herzinfarkt wieder ab, heißt es im „Ärzteblatt“. Oft, weil sie sich sicher fühlten. Schwedische Epidemiologen hätten nun aber in einer Studie Patientenregister ausgewertet und so untersucht, welche Folgen das haben kann. Das im Fachblatt „Circulation“ veröffentlichte Ergebnis: Selbst unter den 601 527 Menschen, die ASS zur Prävention nutzten, kam es innerhalb der ersten drei Jahre zu 62 690 Herzinfarkten oder Schlaganfällen. Bei Patienten, die das Mittel aber in den ersten drei Jahren abgesetzt hatten, ermittelten die Forscher aber sogar ein um 37 Prozent erhöhtes Risiko, wie das „Ärzteblatt“ weiter berichtet. Berechnungen zufolge komme auf 74 Patienten, die „Kardio-ASS“ eigenmächtig abgesetzt hätten, einer, der dadurch einen Schlaganfall oder Herzinfarkt erlitten hat. Das Risiko stieg dabei sofort nach dem Absetzen der Mittel an. ae