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Was Apples neues Luxus-iPhone kann

von Redaktion

Da ist es also, das teuerste und technisch aufwendigste Smartphone, das es je gab. Seit gut einer Woche ist das iPhone X im Handel. Ob es sinnvoll ist, für ein Handy mindestens 1149 Euro auszugeben – daran scheiden sich die Geister. Aber: Der Ansturm ist enorm, auch wenn die Lieferzeiten mit drei bis vier Wochen derzeit einigermaßen erträglich sind. Hier unser Test.

-Der erste Eindruck: Das X kommt in einem ganz normalen Apple-Karton – um den Preis müsste man ja meinen, beim Öffnen gratuliert die Stimme von Konzernchef Tim Cook persönlich zum Kauf. Erster Gedanke: Ist das klein! Zweiter Gedanke: Ist das groß! Denn das Gehäuse ist kaum größer als bisher beim iPhone 7 oder 8. Aber weil der Rahmen wegfällt, bietet der Bildschirm mit 5,8 Zoll so viel Platz wie noch nie auf einem Apple-Handy. Ohne Home-Knopf sieht das iPhone völlig anders aus als bisher, ist mit seiner Glasrückseite optisch aber wieder sehr gelungen (vor allem die weiße Variante mit Edelstahlrahmen).

-Die Bedienung: Hilfe, wie funktioniert das ohne Home-Knopf? Auch alte iPhone-Hasen müssen umlernen. Doch die neuen Wischgesten (zum Beispiel nach oben, um den Startbildschirm zu erreichen) sind logisch und schlüssig, machen nach ein, zwei Tagen keine Probleme mehr.

-Die Gesichtserkennung: Das eigene Gesicht als Passwort, das ist die spektakulärste Neuerung. Wer Face ID nutzen will, hält beim Einrichten sein Gesicht in die Kamera und lässt zweimal den Kopf rotieren. So erfasst das iPhone X 30 000 Punkte und identifiziert danach den Nutzer zu fast 100 Prozent. Ob mit oder ohne Brille, mit Mütze oder angeklebtem Bart – im Test klappt das zuverlässig, ist aber etwas träger als per Fingerabdruck. Datenschützer sind nicht glücklich, dass hier Millionen von Gesichtern digitalisiert werden. Wem die Neuheit unheimlich ist, der lässt Face ID weg und verwendet den guten alten Zahlencode.

-Das Fazit: Faszinierende Technik! Apple-Fans sind begeistert, der Rest wartet ab, bis die Smartphone-Zukunft in ein, zwei Jahren günstiger wird. Bis dahin sind das iPhone 6S (ab 519 Euro) oder das Samsung Galaxy S7 (420 Euro) Top-Alternativen für nicht einmal das halbe Geld.

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