„Doch die Käfer, kritze kratze! Kommen schnell aus der Matratze. Schon faßt einer, der voran, Onkel Fritzen’s Nase an. Bau! – schreit er – Was ist das hier?!! Und erfasst das Ungetier.“ Die Lausbuben Max und Moriz haben in ihrem fünften Streich ihrem Onkel Maikäfer ins Bett gelegt – natürlich, um ihn zu ärgern. Doch der Onkel findet das nicht lustig. Für ihn sind Maikäfer Plagegeister und Störenfriede. Also springt er wie der Teufel aus dem Bett – und macht das Erste, was ihm einfällt: „Onkel Fritz, in dieser Not, Haut und trampelt alles tot. Guckste wohl! Jetzt ist’s vorbei mit der Käferkrabbelei!“ Schade um die Maikäfer! Denn die wollten doch dem Onkel nie etwas Böses tun. Sie sind friedliche Tiere. Beim Onkel haben sie sich nur gewehrt – denn sie hatten Angst vor ihm. Aber so ist das mit Insekten: Entweder sind die Menschen von ihnen beeindruckt – oder sie verabscheuen sie. Dann denken viele nur wie der Onkel: schnell töten. Viele Menschen glauben, nur so mit den Tieren umgehen zu können. Der Onkel hätte aber auch einfach jeden Maikäfer aus dem Fenster davonflattern lassen können – dann wären Mensch und Tier glücklich geworden. Vielleicht denkt er ja beim nächsten „Angriff“ daran. Wilhelm Buschs „Max und Moritz“ kannst du in der Internationalen Jugendbibliothek sehen.