Ab und zu mit den Enkeln auf den Rummelplatz zu gehen macht Spaß. Aber sie regelmäßig betreuen? Hat man nicht genügend Betreuungsleistung bei den eigenen Kindern erbracht? In der Regel ja, sagt Psychologin Christine Sowinski vom Kuratorium Deutsche Altershilfe. Und wer keine Lust auf die Enkelbetreuung hat, muss das offen ansprechen. Sowinski rät aber, sich gut zu überlegen, ob man sie tatsächlich ablehnt: „Noch haben die Großeltern vielleicht einander und viele Freunde. Aber später können die Enkel ein wichtiger stabilisierender Faktor werden.“ Und je früher eine feste Bindung aufgebaut wird, desto besser und intensiver. „Für Kinder ist die Zeit mit Oma oder Opa wie eine Auszeit, weil sie weniger Konflikte mit ihnen austragen müssen als mit den Eltern“, erklärt Sowinski. Trotzdem sollte man die Baetreuungszeiten aktiv anbieten, statt sich fragen zu lassen, rät die Expertin. „Sagen Sie so was wie: Dann bin ich im Urlaub, und am Mittwoch treffe ich meine Freundin, aber am Freitagnachmittag passe ich gern auf.“ Auf diese Weise formuliert man einerseits, dass man nicht ständig als Babysitter zur Verfügung steht, nimmt sich andererseits aber nicht die Chance, eine feste Bindung aufzubauen.
Wer Kontaktlinsen trägt, muss nicht zwingend auf Augentropfen verzichten. Sicher geht, wer die Tropfen nur nachts anwendet, wenn die Kontaktlinsen nicht im Auge sind. Möchte man die Augen auch tagsüber befeuchten, eignen sich nicht konservierte Produkte mit Hyaluronsäure und aus Einmalfläschchen am ehesten, erklärt der „Senioren Ratgeber“. Konservierungsmittel in den Tropfen könnten die Linsen schädigen. Verschreibt der Arzt Tropfen, sollten Kontaktlinsenträger darauf hinweisen, welche Linsen sie tragen. Gerade Ältere haben oft trockene Augen.
Wer täglich mehr als zwei Gläser Wein oder zwei Flaschen Bier leert, hat ein erhöhtes Risiko, an Magenkrebs zu erkranken, schreibt die „Ärztezeitung“. Ob ein kompletter Verzicht ratsam ist, bereitet Wissenschaftlern weiter Kopfzerbrechen. Alkohol gehört zu den wichtigsten modifizierbaren Risikofaktoren für viele Krebserkrankungen. Bislang wurde aber angezweifelt, ob auch das Magenkarzinom dazu gehört. Die Analyse des „Stomach cancer Pooling“-Projekts geht jedoch davon aus, dass ab einem täglichen Quantum von mehr als vier alkoholischen Getränken eine signifikant erhöhte Magenkrebsrate festzustellen ist. Bei einem Tageskonsum von mehr als vier und bis zu sechs Drinks war das Krebsrisiko um 26 Prozent gegenüber Alkoholabstinenten erhöht. Ein Getränk enthielt dabei 12 g Alkohol und entsprach damit etwa 100 ml Wein, 250 ml Bier oder 30 ml Schnaps. Das Risiko war unabhängig von Geschlecht und Alter.