Aktuelle Tipps für Senioren

von Redaktion

Körpersprache und Wortwahl deuten

Ältere und pflegebedürftige Menschen haben häufig Probleme, Schmerzen zu benennen. Wer jemanden pflegt, muss deshalb zum Schmerzdetektiv werden, erläutert Pflegewissenschaftler Prof. Thomas Fischer von der Evangelischen Hochschule Dresden in der Zeitschrift „Pflege und Familie“. Hilfreich sei, nicht das Wort Schmerzen zu benutzen, sondern den Zustand zu umschreiben: „Tut dir da etwas weh? Ist das unangenehm?“ – das wären mögliche Fragen. Außerdem ist es wichtig, auf die Körpersprache zu achten. Verzieht der Pflegebedürftige das Gesicht, während er angezogen wird, kann das ein Schmerzanzeichen sein. Das gilt auch, wenn er bestimmte Bewegungen vermeidet oder nicht mehr spazieren gehen mag.

Ein Biss von einem Tier kann sich schnell entzünden. Darum empfiehlt sich eine ärztliche Untersuchung, wenn die Hautverletzung über einen einfachen Kratzer oder Abdruck hinausreicht. Das rät Unfallchirurg Josef Mischo, Präsident der Ärztekammer des Saarlandes.

Die Verletzung sollte zuerst mit Leitungswasser abgespült und danach mit einem sterilen Verband oder Pflaster abgedeckt werden. Gegen Schmerzen hilft eine lokale Kühlung. Generell sollten Bisse mit einer scheinbar geringen Hautverletzung nicht unterschätzt werden, sagt Mischo. Laien könnten die Verletzung des Gewebes kaum abschätzen. „Besonders Katzenbisse reichen meist tief und neigen zu einer Infektion“, sagt der Unfallchirurg. Darum sollten Betroffene im Zweifel zum Arzt gehen und den Impfschutz auf Tetanus überprüfen.

Im Alltag in Bewegung zu bleiben ist für viele Menschen nicht so einfach – vor allem dann, wenn es hier und da schon zwickt in den Gelenken und Muskeln. Wer dennoch fit bleiben möchte, kann nun eine neue Bewegungspackung aus dem AlltagsTrainingsProgramm (ATP) der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) nutzen. Die Packung erinnert an eine Medikamentenschachtel. In ihr stecken 25 Übungen, die Arme und Schultern, Rumpf und Beine trainieren sollen. Der Beipackzettel empfiehlt: drei bis vier Mal pro Woche jeweils eine Karte aus jedem Bereich ziehen und die Übung ausführen. Geräte benötigt man dafür nicht.

Die Packung richtet sich an Menschen, die 60 Jahre oder älter sind. Der Beipackzettel empfiehlt aber ausdrücklich, die Packung auch für Kinder und andere Familienmitglieder zugänglich aufzubewahren. Interessierte können die Packung kostenlos bei der BZgA bestellen oder Karten und Beipackzettel herunterladen und ausdrucken. Sie liegen auch in manchen Arztpraxen oder Apotheken bereit. Wer lieber in einer Gruppe Sport treibt, kann auch an einem kostenfreien Kurs teilnehmen. Angebote finden Senioren über die Webseite des ATP.

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