Aktuelle tipps für Senioren

von Redaktion

Wie man das Herz jung hält

Wie fit und belastbar das Herz im Alter ist, kann jeder selbst beeinflussen. Darauf hat Prof. Ursula Müller-Werdan von der Charité in Berlin hingewiesen. Denn Herzen und Gefäße von Menschen, die ihr Risiko für eine Herz-Kreislauf-Erkrankung klein halten, altern gewissermaßen langsamer. Die wichtigsten Stellschrauben: nicht rauchen, gesund essen und viel Bewegung. Zudem müssen Diabetes, Bluthochdruck oder hohe Cholesterinwerte möglichst früh erkannt und konsequent behandelt werden. Geschieht dies nicht, werden zunächst die Gefäßwände beeinträchtigt, erklärte die Expertin. Daraus resultierende Herzerkrankungen können sich gegenseitig verstärken, sodass das Herz schlechter mit Blut versorgt wird. Wird zum Beispiel eine Herzschwäche erst dann erkannt, ist sie häufig bereits chronisch.

Im Alter wird die Haut dünner und häufig trockener. Sie hat dann ähnliche Bedürfnisse wie die Haut von Säuglingen, informiert die Deutsche Haut- und Allergiehilfe (DHA). Zur Pflege älterer Haut eignen sich daher Babyprodukte. Senioren sollten sich mindestens einmal wöchentlich – besser öfter – von Kopf bis Fuß eincremen. Entdecken sie Veränderungen, sollte einen Hautarzt besucht werden.

Auch wer sich nach einer langen Feier nüchtern ans Steuer setzt, kann sich und andere gefährden. Denn nicht nur Alkohol, sondern auch Müdigkeit wirkt sich im Verkehr schnell gefährlich aus, erklärt der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR). Wer etwa nach 17 Stunden ohne Schlaf Auto fährt, muss mit einem beeinträchtigten Reaktionsvermögen vergleichbar mit 0,5 Promille Blutalkohol rechnen. Nach 22 Stunden wirke das wie mit 1,0 Promille. Auch der Sekundenschlaf droht. Der DVR rät, stets für genügend Schlaf zu sorgen und ansonsten auf Busse auszuweichen.

Kurze Aussetzer – sogenannte Synkopen – sind für Betroffene beängstigend. Vor allem älteren Menschen wird manchmal plötzlich schwarz vor Augen. Sei es, weil sie sich erschreckt haben oder weil sie zu schnell aufgestanden sind. Wer bemerkt, dass ihm flau wird, kann mit einfachen Übungen gegensteuern, erläutert die Zeitschrift „Senioren“. Manchen hilft es, die Hände vor der Brust ineinander zu verhaken und sie dann auseinander zu ziehen. Eine andere Möglichkeit ist es, die Beine im Stehen zu verschränken und Gesäß- und Bauchmuskeln anzuspannen. Oder einen weichen Ball nehmen, ihn fest zusammendrücken und dabei ebenfalls den Po anspannen. Generell gilt: Wer plötzlich umkippt, sollte sich beim Arzt durchchecken lassen. Denn hinter Synkopen kann auch ein Herzproblem stecken.

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