Mein Küchengeheimnis

Genussvoll und gesund

von Redaktion

von Stephanie Ebner

„Den Tag beginnt man am besten mit einem Stamperl, danach kann eigentlich gar nichts mehr schiefgehen.“ Monika Bischoff sagt’s und grinst, als ihr Gegenüber erst einmal verdutzt schaut. Das Kräuterstamperl habe schon ihre Mutter kredenzt: Ein paar frische Kräuter, je nach Saison, ein Schuss Wasser. Das Ganze gut mixen. Je feiner, desto besser kann der Körper die Vitalstoffe aufnehmen. „Fertig ist das Stamperl. Mit einem großen Schluck hat man schon jede Menge Vitamine für den Tag getankt.“

Gesunde Ernährung, ganz einfach, das mag die Ernährungsberaterin am liebsten. „Ich versuche, zu jedem Essen einen Salat oder etwas Gemüse anzubieten.“ Gut zubereitet muss es auch sein, denn gut schmecken soll’s ja auch. Die Hobbyköchin wälzt die Ziegenrolle in einer Mischung aus frischen Thymianblättern und Haselnuss-Krokant. Das hat nicht nur Biss, sondern schmeckt mit der Grapefruit richtig gut zum Salat. „Einer meiner Favoriten“, sagt Monika Bischoff. Ganz nebenbei schaut die Vorspeise auch noch toll aus.

Weil sie als junge Frau gern und viel Sport machte, war ihr gesunde Ernährung schon früh wichtig. Zwar wollte die gebürtige Freisingerin zunächst Physiotherapeutin werden, doch dann bekam sie einen Studienplatz für Ökotrophologie. Heute arbeitet sie im „Zentrum für Ernährungsmedizin und Prävention“ am Krankenhaus „Barmherzige Brüder“ in München.

„Gesunde Ernährung geht so einfach“, sagt die 40-Jährige. 400 bis 600 Gramm Gemüse pro Tag sollte man beispielsweise essen. „Wenn man bedenkt, dass eine große Karotte 200 g wiegt, bekommt man das leicht zusammen“, sagt Monika Bischoff. Die Möhre könne man beispielsweise bequem zwischendurch knabbern.

Wichtig ist auch, dass die Nahrung bunt und ballaststoffreich ist. Auf Softdrinks und Säfte kann man jedoch gut verzichten.

„Am besten ist eine ausgewogene Ernährung, die sich an der Jahreszeit orientiert.“

Nebenbei räumt Monika Bischoff mit dem Mythos auf, dass Chili oder Ananas beim Abnehmen helfen sollen. „Da müsste man wahrscheinlich 20 Kilogramm essen“, sagt sie lachend. Wichtiger sei da zum Ausgleich eine Runde Sport.

Weil der Genuss trotzdem nicht zu kurz kommen soll: Zum guten Essen, in diesem Fall der Fisch, gehört auch ein Glas Weißwein. „In Maßen ist alles erlaubt.“ Selbst das Stück Kuchen zum Kaffee zwischendurch ist drin.

Gesund essen und sich rundum wohlfühlen lautet schließlich die ganzheitliche Devise.

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