Wer regelmäßig mit Verdauungsproblemen zu kämpfen hat, sollte nicht nur auf seine Ernährung achten. Auch Bewegung – etwa Radfahren – hilft, sie besser unter Kontrolle zu bringen. Auch Gymnastik, Yoga oder leichtes Krafttraining stärken die Bauchmuskeln. Das regt die Darmtätigkeit an, schreibt die Deutsche Seniorenliga in ihrer Broschüre „Verdauungsstörungen im Alter. 10 Fragen – 10 Antworten“. Darin werden Tipps zur Vorbeugung und zur sanften Behandlung gegeben.
Gerade Ältere haben häufiger als junge Menschen Beschwerden im Magen-Darm-Bereich. Der Grund: Auch die Verdauungsorgane altern. Doch wenn hinter den Problemen weder eine Organerkrankung noch eine Allergie stecken, ist die Ursache meist harmlos. Dann sprechen Experten von einer funktionellen Magen-Darm-Störung. Von dieser sind besonders ältere Menschen betroffen. Kommen Faktoren wie etwa Medikamente, die auf den Magen schlagen, oder Bewegungsmangel hinzu, sind „die Beschwerden geradezu programmiert“, schreibt die Seniorenliga. Zusätzlich wird die eingeschränkte Leistungsfähigkeit des Magen-Darm-Trakts oft durch ein verändertes Geschmacks- und Durstempfinden oder eine schlecht sitzende Zahnprothese verstärkt.
Kann sich der Patient selbst helfen, wenn im Magen und Darm nicht alles rund läuft? Und sollte man sofort zu Medikamenten greifen? Diese und weitere acht gängige Fragen beantwortet die Broschüre. So widmet sich ein Kapitel der Bewegung sowie den Speisen und Getränken, die die Beschwerden auslösen oder sogar verstärken. Und der Leser erhält Tipps, wie er selbst für Wohlbefinden im Magen und Darm sorgen kann – vom langsamen Kauen bis hin zum Verdauungsspaziergang. ama
Die Broschüre
„Verdauungsstörungen im Alter“ von der Deutschen Seniorenliga ist kostenfrei und kann per Post bestellt werden: DSL e.V., Heilsbachstraße 32, 53123 Bonn. Im Internet gibt es dafür ein Formular unter www.verdauungsstoerungen-im-alter.de.