Frauen, die sich gesund ernähren, erkranken im Alter seltener an Hörstörungen. Das berichtet die „Ärzte-Zeitung“ unter Berufung auf eine Beobachtungsstudie, die jüngst im „Journal of Nutrition“ erschienen ist. Demnach könnte in reicheren Ländern der vermehrte Verzehr von Fisch, mehrfach ungesättigten Fettsäuren, Folsäure, Beta-Carotin und die Einnahme der Vitamine A, E und C eine schützende Wirkung haben. Allerdings: Die Ergebnisse der Studien sind keineswegs eindeutig; weitere Untersuchungen sollen folgen.
Eine positive Einstellung kann für Senioren nach Expertenmeinung ein Jungbrunnen sein. „Altern beginnt im Kopf“, sagt Psychogerontologe Professor Hans-Werner Wahl im Apothekenmagazin „Senioren Ratgeber“. Wer sich den Umbruch von jung zu alt zutraut, meistert ihn meist besser als Verzagte. Zudem sind optimistisch Eingestellte länger gesund. „So jemand lebt auch länger“, sagt Wahl. Der Experte beobachtet allerdings, dass viele Senioren unbewusst Altersklischees übernehmen. „Bekommt eine ältere Dame vom Arzt zu hören, dass sie mit 71 nicht mehr so springen könne wie mit 21, tritt sie ängstlicher auf und nutzt nicht alle ihre Möglichkeiten.“ Wer Alter mit Abbau gleichsetze, bremse sich selber aus, warnt der Experte: „Seien Sie auf der Hut vor solchen negativen Bildern!“
Die schlechte Nachricht zuerst: Stürze sind für ältere Menschen einer der häufigsten Verletzungsgründe. Jetzt die gute: Man kann Stürzen gut vorbeugen! Mit folgenden vier Tipps: Konzentration, Schulung des Gleichgewichts, Krafttraining und Anpassen der Inneneinrichtung. Das rät Privat-Dozentin und Sportmedizinerin Ellen Freiberger in der „Ärzte-Zeitung“. Demnach würden Stürze im fortgeschrittenen Alter nicht nur ein großes Verletzungsrisiko bergen, sie hielten Senioren vor allem auch davon ab, sich weiter zu bewegen. „Und Bewegung ist das Wichtigste! Inaktivität kommt als Risikofaktor für Sterblichkeit direkt neben Rauchen und Herzinfarkt“, warnt Expertin Freiberger.
Der Rückgang des Hormons Östrogen während der Wechseljahre beeinflusst die Knochenbildung: Das Hormon spielt eine sehr wichtige Rolle beim Aufbau von Knochenmasse. Nimmt diese zu schnell ab, steigt das Risiko für Knochenbrüche. Bestimmte Marker im Urin und im Blut zeigen an, ob die Knochen infolge einer Osteoporose brüchig werden. Fachmediziner raten dazu, dass Frauen ab dem 50. Lebensjahr oder zwei Jahre nach der letzten Regelblutung alle fünf Jahre entsprechende Tests durchführen lassen.