Fotostrecke

„Ausstrahlung kennt kein Alter!“

von Redaktion

-Was macht Ältere besonders fotogen?

Menschen im Alter strahlen eine besondere Ruhe und ein Bewusstsein aus, das intensiv auf Bildern zu spüren ist. Man fotografiert nie nur ein Gesicht, sondern auch die Geschichten dazu. Oft fragen wir nach bestimmten Momenten im Leben – weil wir Stolz, Freude oder eine liebevolle Erinnerung in den Gesichtern fotografieren wollen. Es ist unglaublich, was für wunderschöne Dinge Menschen uns dann erzählen. Und was für ein Strahlen solche Gedanken auslösen können!

-Wieso haben dann ältere Menschen oft eine Scheu vor der Kamera?

Diese Scheu kennt grundsätzlich kein Alter und kein Geschlecht – die meisten fühlen sich vor einer Kamera nicht wohl. Bei älteren Menschen ist uns besonders aufgefallen, dass sie manchmal glauben, nicht mehr fotogen zu sein – weil sie eben nicht mehr 20 Jahre alt sind und Falten haben. Was sie oft nicht ahnen: Ihre Ausstrahlung kennt kein Alter! Wunderschön sind diese Momente, wenn sie dann ihre Bilder zum ersten Mal präsentiert bekommen – da klappt die Kinnlade herunter und oft fließt auch das eine oder andere Tränchen.

-Hand aufs Herz: Es gibt doch sicher ein paar Tricks beim Fotografieren!

Wir fotografieren nur mit Tageslicht. Dieses Licht ist besonders weich und man wird nicht ständig Blitzen ausgesetzt – das schafft eine entspannte Atmosphäre und schmeichelt der Haut. Auch haben wir stets eine Make-up-Expertin da, die sich um den perfekten Teint und um eine fesche Frisur kümmert; Männer werden übrigens nur abgepudert. Für jeden gibt es einen Cappuccino – und gute Gespräche. Wellness für Körper und Seele, so nennen wir das. Wir bearbeiten unsere Bilder auch nie nach: weil die Menschen vor der Kamera einfach nur toll aussehen!

-Wie schafft man es, sich wohlzufühlen – trotz Falten und grauer Haare?

Gute Laune hält jung, das sieht man nicht nur auf Fotos. Aber: Gute Fotos können helfen, einen zärtlicheren Blick auf sich selbst zu bekommen. Die meisten denken nämlich viel schlechter von sich, als andere sie wahrnehmen. Ganz wichtig: Man muss sich durch die Augen eines Liebenden betrachten. Diese Selbstliebe ist für uns alle eine tolle Idee!

-Ihr schwimmt gegen den Jugendwahn-Trend und macht eine Fotostrecke zum Alter – warum?

Es geht nicht nur um die Fotos – es sind die Lebensgeschichten der Menschen, auf die es ankommt. Damit jeder von uns es schafft, in den Spiegel zu schauen und sich einfach mal zu sagen: „Du bist schön!“

Interview: Barbara Nazarewska

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