test

Der beste Sound für den Sommer

von Redaktion

von jörg heinrich

Wir verraten, was der HomePod und seine fünf größten Rivalen können.

HomePod

Hochgelobt für seinen exzellenten Sound, weniger gelobt für seine smarten Fähigkeiten. Im Vergleich zu Amazons Alexa bleibt Siri eine Grundschülerin – was allen, die Angst haben, im Wohnzimmer ausgehorcht zu werden, ganz recht sein dürfte. Mit sieben Hochtönern, einem 4-Zoll-Subwoofer und einem speziellen Mikrofon, das den Klang auswertet und die überaus wuchtigen Bässe an die Raumsituation anpasst, ist der HomePod vor allem für Musikfans eine erstklassige Wahl. Smarte Funktionen wie das Diktieren von Nachrichten sind da nur eine Zugabe.

Apple-typisch kommt der HomePod mit einigen Einschränkungen. Ein Akku fürs Musikhören im Garten oder am See fehlt ebenso wie Bluetooth zur schnellen Verbindung mit dem iPhone. Der HomePod lässt sich nur im WLAN-Netz betreiben und auch nur in Verbindung mit anderen Apple-Geräten. Bei Android-Handys bleibt er stumm.

Libratone Zipp

Der dänische Lautsprecher (230 Euro) mit den farbigen Reißverschluss-Hüllen, die sich austauschen lassen, beherrscht eine Menge Funktionen, die sich auch HomePod-Besitzer wünschen würden. Einen eingebauten Akku für zehn Stunden Musik – hat er! Bluetooth fürs Musikhören direkt vom Smartphone – kann er! Einen Klinkenstecker, um notfalls einen alten iPod an-stöpseln zu können – hat er auch! Stereo und Multiroom-Musik in mehreren Zimmern gleichzeitig klappen ebenfalls. In unserem Test überzeugte der Zipp rundum. Die Einrichtung der WLAN-Wiedergabe funktioniert im Hintergrund fast automatisch, und das Umschalten auf Bluetooth erfordert nur einen Knopfdruck. Im Vergleich zum Libratone, der sich mit iPhone und Android versteht, bleibt für den HomePod vor allem ein Kaufargument: Der Dänen-Lautsprecher klingt zwar erstklassig. Doch mit dem Bass und der Lautstärke des HomePod kann er nicht ganz mithalten.

Marshall Acton

Für Rock’n Roller eindeutig die coolste Alternative. Die Kultfirma aus Milton Keynes in England baut ihre Box im Design klassischer Marshall-Verstärker, was im Wohnzimmer echter Musikfans ziemlich lässig aussieht. „Long Live Rock’n Roll“ steht bereits im Handbuch. Und genau darum geht’s beim Acton.

Touchbedienung und ähnlichen Schnickschnack braucht der Engländer nicht. Hier werden Lautstärke, Höhen und Bässe noch per Drehknopf eingestellt. Der Sound glänzt vor allem bei Rock und gitarrenlastiger Musik. Achtung beim Kauf: Den Marshall Acton gibt es in einer einfacheren Bluetooth-Variante um die 160 Euro und in einer aufwendigeren Version mit WLAN und Multiroom-Wiedergabe für 350 Euro.

B&O Beoplay P6

Die dänische Edel-Firma Bang & Olufsen liebt es kühl und schlicht. Das gilt auch für die neueste Bluetooth-Box Beoplay P6 (350 Euro). Die Hülle aus perlgestrahltem Aluminium, der Griff aus echtem Leder – ein größerer Gegensatz zum wilden, rauen Marshall Acton ist kaum denkbar. Genauso schlicht wie das Design ist auch die Technik. Kein WLAN, keine smarten Funktionen, dafür aber ein Akku, der satte 16 Stunden durchhalten soll. Einzige kleine technische Extravaganz: Zwei P6 lassen sich für Stereo-Wiedergabe zusammenschalten. Für seine nur 17 Zentimeter Höhe liefert der B&O einen erstaunlich fetten Sound. Klingt so gut, wie er aussieht.

Amazon Echo Plus

Wer vor allem Musik hören will, sollte sich Amazons bildschirmloses Echo-Topmodell (150 Euro) sparen. Mit einem einzigen Hochtöner (sechs weniger als beim HomePod) klingt Amazons allzu neugieriger Lauschsprecher dünn und blechern. In Sachen künstliche Intelligenz ist Alexa mit ihren mehr als 30 000 Anwendungen (Skills) aber unschlagbar. Wer Einkäufe per Sprachbefehl bestellen und eine Assistentin für fast alle Lebenszwecke will, greift zum Echo. Für Musikfans lautet der wichtigste Befehl aber: „Alexa, kauf einen HomePod!“ Oder einen Zipp.

Sonos One

Wie HomeAudio funktioniert, weiß niemand besser als der Pionier aus Kalifornien. Statt eines einzigen Streamingdienstes wie der HomePod (natürlich Apple Music) unterstützt der 229 Euro teure Sonos One über 80 Anbieter – also praktisch jede nur denkbare Musikquelle. Klangurteil: Weniger Druck in den Bässen als beim HomePod, dafür aber transparentere und natürlichere Höhen. Auch beim Sonos fehlt der Akku, der den Libratone Zipp zum vielseitigsten und praktischsten Lautsprecher für den Sommer-Sound macht.

Artikel 4 von 5