Spiele

Herrlich verrückte Sushi-Geschichten

von Redaktion

Ein neues „Assassin‘s Creed“, ein neues „Resident Evil“ und ein neues „FIFA“, erstmals mit der Champions League – Microsoft, Sony, Electronic Arts & Co. haben zuletzt auf der Spielemesse E3 in Los Angeles ihr Standard-Programm mit zahllosen Fortsetzungen abgespult. Da fällt es umso positiver auf, dass Nintendo immer wieder auf frische Ideen setzt. Zum Beispiel beim Action-Puzzle „Sushi Striker: The Way of Sushido“ für 3DS und Switch.

Die überaus skurrile Neuheit stillt den Appetit der Nintendo-Fans nach sehr bunten und eigenwilligen Spiel-Ideen. Hier dreht sich alles um Sushi, um die japanische Kult-Speise. Entwickler Indieszero aus Tokio, der seit über 20 Jahren für Nintendo kleine feine Spiele wie „Electroplankton“ abliefert, erzählt eine verrückte Geschichte rund um ein finsteres Imperium, das seinen Untertanen den Sushi-Genuss verbietet. Es kommt sogar zu Sushi-Kriegen. Doch „Sushi Striker“ Musashi, der tapfere Held (der wahlweise auch eine Heldin sein kann), gibt alles, um den Menschen ihr geliebtes Sushi zurückzugeben. Dafür steht er an rollenden Sushi-Bändern – und muss versuchen, möglichst viele Teller mit gleichen Farben, mit gleichen Mustern oder gleichen Sushi aneinanderzureihen. Im Endeffekt geht es also um eine Art Sushi-„Tetris“ – aber mit mehr Abwechslung und mehr spielerischen Möglichkeiten. Musashis Ziel sind höhere Tellerstapel als bei seinem Gegner aus dem Imperium. Es gibt Sushi-Festivals mit besonderen Spezialitäten, und Sushi-Geister, die Musashi bei seiner oder ihrer Aufgabe unterstützen. Die Geister lassen sich wie in einem Rollenspiel sammeln und aufpäppeln – hier kommt ein Hauch von Pokémon ins Spiel. Leider erfordert die Touchscreen-Steuerung viel Übung, bis das Tellerstapeln flott von der Hand geht. Die grandiosen Comic-Grafiken und die herrlich quietschige Japan-Musik machen aber alles wieder wett. Für 3DS und Switch, ab 6 Jahren, 40 bis 50 Euro. jörg heinrich

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