Neuheiten

Kult-Kamera

von Redaktion

Seit 2012 gilt Sonys RX100 als beste Hosentaschen-Kamera der Welt. Sie bietet annähernd Spiegelreflexqualität im Kleinformat.

Sechs Jahre lang haben die Japaner ihr Erfolgsrezept kaum verändert. Die Basis blieb immer gleich: Ein großer 1-Zoll-Fotosensor und ein Zeiss-Objektiv mit einer Blendenöffnung von f/1.8 sorgen auch bei schlechtem Licht für brillante Fotos. Gefeilt wurde stets nur an Details. Weil sich die Bildqualität aber kaum noch verbessern ließ, ist selbst die erste RX100, die mittlerweile nur noch 330 Euro kostet, bis heute ihr Geld wert.

Mit der nun vorgestellten RX100 VI, die ab Ende Juni für 1300 Euro zu haben ist, erneuert Sony seine Kult-Knipse erstmals grundlegend. Äußerlich bleibt sie zwar praktisch unverändert. Doch das bei ambitionierten Fotografen enorm beliebte 1.8er-Objektiv mit 24 bis 70 Millimeter Brennweite haben die Japaner ausgemustert. Stattdessen liefert Zeiss nun ein Achtfach-Zoom von 24 bis 200 Millimeter zu. Doch die Neuerung mit fast dreifacher Reichweite bringt einen entscheidenden Nachteil: Statt bei f/1.8 liegt die Anfangsblende nun bei f/2.8. Damit ist die RX100 VI deutlich weniger lichtstark – was sich bei Dämmerung, Dunkelheit und freigestellten Porträts negativ auswirkt.

Das beste Preis-Leistungs-Verhältnis bietet damit weiterhin die RX100 III, die für 520 Euro bereits einen elektronischen Sucher eingebaut hat.  jh

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