Der eine oder andere erinnert sich vielleicht noch – an die Oma, die immer ein Küsschen wollte. Und der man als Kind auf keinen Fall eins geben wollte. Früher wurden Kinder dazu mitunter genötigt. Das ist heute absolut tabu, sagt der Psychologe und Ratgeberautor Hans Berwanger. „Zärtlichkeiten reguliert immer das Kind“, sagt er. Möchte es nicht kuscheln oder kein Küsschen geben, müssen Großeltern das akzeptieren. Nur so hat ein Kind die Chance, zu lernen, dass es über seinen Körper selbst bestimmen darf, erklärt Berwanger. „Das ist auch wichtig, um Missbrauch vorzubeugen.“ Kinder müssen wissen, dass ein „Nein“ von ihnen akzeptiert wird – und Großeltern darauf vertrauen, dass die Kinder zu gegebener Zeit ganz von allein Küsschen verteilen.
Hat ein Pflegebedürftiger eine Infektion, etwa durch eine offene Wunde, sollten Angehörige besonders aufmerksam sein. Die Deutsche Seniorenliga rät, bei der Pflege zu Hause ein paar zusätzliche Hygieneregeln zu beachten: Wo üblicherweise gründliches Waschen ausreicht, sollten Angehörige alles sorgfältig desinfizieren, damit sich (resistente) Keime im Haushalt nicht ausbreiten können. Bei der Reinigung sollten sie Alltagsgegenstände nicht vergessen – wie Brille, Fernbedienung oder Hörgerät. Verwendete Putzlappen gehören dann direkt in die Wäsche. Zudem sollte man schmutzige Wäsche des Patienten separat sammeln und Unterwäsche, Laken und Bettbezüge bei mindestens 60 Grad waschen. Kommt ein ambulanter Pflegedienst ins Haus, sollte er von der Infektion wissen.
Smarte Heizungen, Rollläden, Fernseher oder Sprachassistenten – ein vernetztes Zuhause kann älteren Menschen den Alltag erleichtern, sagen Experten. Ein smartes Assistenzsystem ist zum Beispiel in der Lage, Licht und Heizung entsprechend der Gewohnheiten zu regulieren. Auch können einzelne Geräte bei Bedarf abgeschaltet werden und bei Unregelmäßigkeiten ein Notruf gesendet werden. Smart-Home-Geräte für Senioren sind in der Regel für einen nachträglichen Einbau konzipiert und meist einfach zu installieren. Die Maßnahmen sollten aber gut geplant werden: Die einzelnen Geräte müssen miteinander kompatibel sein. Auch die Funksicherheit und den Wartungsaufwand gilt es zu bedenken.
Man hat die Rosen ohne Handschuhe beschnitten – und sich gestochen. Solche Kratzer durch Pflanzenteile sind nicht immer harmlos. Denn über die Pflanzen können Bakterien in die Haut eindringen. Wer sich gestochen hat, sollte nachsehen, ob er gegen Tetanus geimpft ist. Diese Impfung muss alle zehn Jahre wiederholt werden. Wird die Wunde dick, heiß oder schmerzt sie stark, bitte gleich zum Arzt.