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Das sind die besten Digitalradios

von Redaktion

von jörg heinrich

Gut 77 Prozent der Deutschen hören laut der aktuellen Analyse „ma 2018 Audio II“ täglich Radio, und das durchschnittlich rund vier Stunden am Tag. Die Empfangswege haben sich aber verändert: Obwohl die Abschaltung der störanfälligen analogen UKW-Technik in Deutschland zumindest für die nächsten fünf Jahre kein Thema mehr sein dürfte, wird das UKW-Küchenradio zunehmend zum Auslaufmodell. Wer heute ein Radio kauft, setzt meist auf Digitalempfang mit DAB+ oder aufs Internetradio. Die Stiftung Warentest hat 18 Digitalradios unter die Lupe genommen. Hier die wichtigsten Informationen und Kaufempfehlungen:

Richtige Technik

Käufer können sich entscheiden zwischen Digitalradios mit oder ohne Internetempfang. Wer auf Internet verzichtet, hört mit DAB+dutzende von Sendern aus ganz Deutschland störungsfrei und (wenn es die Lautsprecher hergeben) mit deutlich besserer Klangqualität als per UKW. Für noch mehr Auswahl sorgen Internetradios, die nicht nur UKW und DAB+ empfangen, sondern auch tausende von Online-Radiosendern aus aller Welt. Einige Modelle streamen sogar Dienste wie Spotify – mehr Musik geht nicht.

DAB+-Radios

Der digitale Empfang über DAB+ funktioniert bei allen getesteten Geräten problemlos. Trotzdem müssen Käufer mit zwei Enttäuschungen rechnen: Auf UKW legen die Hersteller offenbar keinen großen Wert mehr. Außer beim Grundig Music 7000 DAB+ (60 Euro), das 35 UKW-Sender störungsfrei empfängt, knackst und rauscht es bei allen 17 Konkurrenten gewaltig. Sie verstehen sich tatsächlich als reine Digitalradios, bei denen die alte analoge Technik nur mehr der Vollständigkeit halber an Bord ist. Für den UKW-Empfang werden offenbar nur noch die allerbilligsten Komponenten verbaut. Und der Klang überzeugt bei keinem der acht getesteten Modelle ohne Internetanschluss. Fürs Frühstücksradio sind sie geeignet, für echten Musikgenuss aber nicht.

Testsieger mit Gesamtnote 2,4 ist das Sony XDR-S61D (85 Euro) mit problemlosem DAB+-Empfang, guter Bedienung, guter Verarbeitung und sehr guter Akku-Laufzeit. Ein doppelter Alarm sorgt bei diesem Modell dafür, dass Nutzer mit Radiomusik sanft einschlafen und am nächsten Tag mit dem Morgenprogramm wieder aufwachen können. Einziges weiteres DAB+-Radio mit guter Gesamtnote der Warentester (2,5) ist das Sony XDR-V20D (115 Euro) mit etwas besser klingenden Stereo-Lautsprechern.

Internetradios

Hier geben sich die Hersteller beim Klang deutlich mehr Mühe, allerdings liegen auch die Preise wesentlich höher. Drei Radios, die UKW, DAB+ und Internet empfangen, klingen laut Warentest auch gut – mit dem Teufel Radio 3sixty aus Berlin (280 Euro, teufel.de) als Testsieger beim Sound (Note 2,2) vor dem Sonoro Stream (250 Euro) und dem Roberts Stream 218 (230 Euro), die beim Klang jeweils auf eine 2,4 kommen. Den Gesamtsieg holt sich mit der guten Note 2,2 das Stream 218 des englischen Radiospezialisten Roberts, der bereits seit über 80 Jahren tragbare Radios herstellt. Der Testsieger empfängt nicht nur UKW (allerdings mäßig) und DAB+, sondern drahtlos auch über 20 000 Internetsender und Podcasts sowie Spotify. Weil auch Akkus für bis zu 120 Stunden Laufzeit an Bord sind und weil sich das Roberts sogar per App für iOS und Android steuern lässt, gibt es von den Warentestern für die Vielseitigkeit die Top-Note 1,3. Deutlich billiger, aber mit Gesamtnote 2,3 kaum schlechter, ist das Medion P85135 für 120 Euro.

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