Autofahrer, die einen grauen Star operieren lassen, haben ein um neun Prozent geringeres Risiko, einen schweren Verkehrsunfall zu verursachen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie, die kürzlich im Fachjournal „Jama Ophthalmology“ erschien. Schlechtes Sehen kann das Unfallrisiko im Straßenverkehr massiv erhöhen. Vor allem ältere Menschen ab dem 60. Lebensjahr sollten ihre Augen deshalb regelmäßig auf Anzeichen eines grauen Stars untersuchen und, wenn nötig, operieren lassen, raten Experten. Denn: Im Laufe des Lebens kann die menschliche Augenlinse trüb werden. Bei fast zehn Millionen Menschen in Deutschland ist diese Trübung bereits so weit voran geschritten, dass das Sehen dadurch stark eingeschränkt ist. Das Problem: Viele Betroffene sehen zwar noch ausreichend, um einen Fahreignungstest zu bestehen – aber beim Autofahren können schon kleine Einschränkungen zu einem Unfall führen. Deshalb sollten Menschen ab dem 60. Lebensjahr regelmäßig zur Kontrolluntersuchung beim Augenarzt gehen.
Enkelkinder sind etwas Großartiges. Aber nicht in jedem Alter kann man so viel mit ihnen anfangen: Den einen fällt das Windelwechseln schwer, anderen sind Kleinkinder eigentlich zu laut, wieder andere haben Probleme mit Pubertierenden. Sich dann einfach rauszunehmen und nur noch zum Geburtstag auf der Matte zu stehen – davon rät Ursula Lenz von der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO) ab. „Wenn man eine Beziehung aufbauen möchte, muss die eine gewisse Kontinuität haben.“ Für weniger bedenklich hält sie es, wenn man die Enkel als Paar betreut und sich einer zeitweise etwas zurücknimmt. Es kann sein, dass derjenige, der sich von Anfang an gekümmert hat, dann ein wenig im Vorteil ist. „Aber wenn es sich nicht um eine sehr dominante Person handelt, wird sie sich auch wieder zurücknehmen können, wenn der Partner sich wieder mehr kümmern möchte.“
Es gibt eine gute Nachricht für alle, die sich über das Älterwerden Gedanken machen: Nicht alles wird schlechter im Alter! Die heute 65-Jährigen empfinden im Durchschnitt erheblich weniger Einschränkungen in ihrem Kontrollerleben als die 65-Jährigen vor 18 Jahren.
Das bedeutet, ihre wahrgenommene Selbstbestimmung über das eigene Leben ist historisch betrachtet gestiegen. Zugleich zeigt sich übrigens ein gegenteiliges Bild für jüngere Erwachsene: Die heute 25- bis 39-Jährigen fühlen ihr Leben weniger unter Kontrolle zu haben als Gleichaltrige vor 18 Jahren. Zu diesen Schlüssen kommt eine gemeinsame Studie der Humboldt-Universität zu Berlin (HU), der Université catholique de Louvain (Belgien) und der Brandeis University (USA).