Künstlicher Darmausgang: Wie leben Betroffene damit?

von Redaktion

Ob wegen einer chronisch entzündlichen Darmerkrankung oder auch bei Darmkrebs – manche Patienten brauchen vorübergehend oder dauerhaft einen künstlichen Darmausgang. Rät der Arzt dazu, müssen Betroffene aber nicht gleich in Panik geraten. Wir klären einige wichtige Fragen:

Was ist ein „Stoma“? Damit kann ein künstlicher Darmausgang gemeint sein, aber auch eine künstliche Harnableitung. Laut „Deutsche ILCO e. V.“ leben in Deutschland weit mehr als 100 000 Stomaträger. Unter anderem für sie setzt sich der Verein ein.

Wie funktioniert das genau?

Statt über den After wird der Darm über eine Öffnung in der Haut entleert. In einer Operation wird dazu das Ende einer Darmschlinge durch die Haut geführt. Durch diese Öffnung wird der Stuhl entleert – in einen Beutel, den man am Bauch trägt und der mit einer speziellen Folie befestigt wird.

Riecht das Stoma und sieht man es?

Die eingesetzten Beutel sind mit Filtern ausgestattet, die Folien sind geruchsdicht. Betroffene müssen also keine Angst haben, dass andere etwas riechen. Nur beim Wechseln oder Entlüften des Beutels können Gerüche auftreten, aber auch da gibt es Hilfsmittel. Und: Die Beutel sind so flach, dass sie unter Kleidung nicht zu sehen sind.

Kann man damit auch Sport treiben?

Ja. Sogar Schwimmen ist möglich. Es gibt allerdings Sportarten, etwa Kampfsport und Geräteturnen, die laut IlCO e. V. weniger geeignet sind. Unter www.ilco.de finden Sie noch mehr Infos.

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