Neben den Patronen hat Warentest zwölf aktuelle Tintenstrahldrucker untersucht, die auch als Scanner, Kopierer oder Fax funktionieren. Überzeugender Testsieger mit Note 2,2 wurde der Epson Ecotank ET-2750, der zwar mit rund 290 Euro in der Anschaffung nicht ganz billig ist, der laut Hersteller aber mit Tinte für 5200 Farbseiten und 14 000 Schwarz-Weiß-Seiten geliefert wird. Im Warentest reichte die Tinte sogar noch länger.
Revolutionäres Konzept der japanischen Firma: Der Drucker wird nicht mit Patronen betrieben, sondern mit Tinte aus relativ kostengünstigen Flaschen, die in fest eingebaute Behälter gefüllt wird. Das funktioniert kleckersicher, liefert (im Gegensatz zu den Vorgängern) gute Druckqualität und ist konkurrenzlos preiswert. Die Tinte für eine Textseite kostet so nur 0,2 Cent und für ein A4-Farbfoto 8 Cent. Zum Vergleich: Bei den Konkurrenten im Test kostet das gleiche Farbfoto 2,50 Euro (HP Officejet 5230) oder gar 2,70 Euro (HP Envy Photo 7830). Für Vieldrucker lohnt sich das enorm.
Wer nur selten druckt und keine Fotoqualität braucht, ist mit einem Laserdrucker dennoch meist besser bedient. Denn hier kann nach längeren Pausen keine teure Tinte eintrocknen, was die Kosten in die Höhe treibt.
Bei den Nachfüllflaschen für den Ecotank kosten 100 Milliliter rund 11 Euro, bei typischen Canon-Patronen sind es pro 100 Milliliter dagegen etwa 170 Euro.
Höhere Hardware-Preise, dafür günstigere Tinte – das ist für die Druckerhersteller das Geschäftsmodell der Zukunft. Und: Auch die Flaschen gibt es von Fremdfirmen noch günstiger als von Epson selbst. jh