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Unser großes Piraten-ABC

von Redaktion

von Angelika Mayr

Ausguck: Ganz oben, am größten Segelmast eines Schiffs, hing bei den Piraten immer ein Korb, in dem ein Matrose saß und nach Freunden und Feinden Ausschau hielt. Der Korb war der „Ausguck“ der Seemänner.

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Bug: Das vordere Ende eines Schiffs ist oft ganz klar erkennbar. Es hat auch einen Namen: „Bug“.

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Clever: Piraten waren oft sehr gerissen: Oft hissten sie falsche Flaggen und täuschten damit andere Schiffe. Denn die Kapitäne dieser Schiffe erkannten dann die Piraten nicht. Erst als die Seeräuber nah genug an ihrer „Beute“ dran waren und diese ihnen nicht mehr entkommen konnte, hissten sie ihre echte Piraten-Flagge – und zeigten damit ihr wahres Gesicht.

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Dösen: Wollten Piraten auf ihren langen Schiffsfahrten mal schlafen, schnarchen oder träumen, legten sie sich nicht auf bequeme Betten, sondern zwischen die Kanonen, auf Säcke oder in Hängematten. Gemütlich war das sicher nicht!

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Enterhaken: Die Piraten benutzten oft diese besondere Waffe, um die anderen Schiffe zu kapern. Sie warfen dann diesen Haken durch die Luft auf das andere Schiff, damit er dort am Geländer oder Fenster hängen blieb. Danach zogen sich die Piraten auf das fremde Schiff hoch: Damit war es geentert.

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Flagge: Den weißen Totenkopf auf schwarzem Grund kennt vermutlich jedes Kind. Es ist die typische Flagge der Piraten von ganz früher. Aber Achtung: Auch heute noch gibt es Piraten. Sie hissen diese Flagge aber nicht mehr. Der Grund ist einfach: So erkennen die Opfer die Piratenschiffe viel später – und können nicht mehr vor ihnen fliehen.

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Gold: Die Piraten von früher versuchten, alles zu bekommen, was ihnen in die Finger kam. Besonders aber liebten sie Gold, Münzen und auch wertvolle Edelsteine. Die funkeln und glitzern ja auch so schön!

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Heck: Das hintere Ende jedes Schiffs nennen die Seemänner „Heck“. Große Schiffe hatten oft drei Etagen, also drei Unterdecks. Dort lagerten die Seemänner das Essen und die Waffen.

Insel: Auf Inseln und in versteckten Buchten teilten die Seeräuber ihre Beute untereinander auf. Auch reparierten sie dort ihre Schiffe – und brachten zudem neues Essen für die nächste große Fahrt an Deck.

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James Matthew Barrie: Kennst du diesen Namen? Nein? Macht nichts! Aber du kennst bestimmt den Piraten Captain Hook und den Buben Peter Pan aus dem Nimmerland, oder? Die Abenteuer der beiden hat jedenfalls Barrie aufgeschrieben. Und viele lieben das Buch und die Geschichte von „Peter Pan“.

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Kompass: Dieses Gerät ist wichtig auf dem Meer. Sein Zeiger sagt den Seefahrern genau, in welcher Richtung der richtige Weg für ihre Schifffahrt liegt. Fahren sie dann dahin – kommen sie garantiert ans Ziel.

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Langschiffe: Auch Wikinger galten früher als Piraten. Und sie waren es auch, die vor sehr langer Zeit auf der Nord- und Ostsee in ihren Langschiffen umherfuhren. Was so besonders an diesen Booten war, die ja fast so berühmt waren wie die Wikinger selbst? Diese Schiffe waren mit Schlangen und Drachenköpfen verziert.

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Matrosen: Diese Seemänner hatten es nicht gerade leicht. Erstens waren sie den Launen ihres Kapitäns ausgesetzt und mussten alles genau tun, was der ihnen sagte und vor allem befahl. Und zweitens war ihre Arbeit sehr gefährlich: Sie kletterten manchmal bis zu 40 Meter hohe Masten hinauf, um dann, nur auf Seilen balancierend, die Segel zusammenzubinden. Und es war ganz egal, ob es stürmte oder die Wellen besonders hoch waren – die Matrosten mussten dort hinauf.

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Navigator: Auf Piratenschiffen durfte dieser Mann nie fehlen: Er achtete mit Kompass, Zirkel und Sanduhr darauf, dass das Schiff immer auf dem richtigen Kurs – und damit in die vorgesehene Richtung fuhr. Und nicht kreuz und quer durch die Meere schipperte.

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Ohrring: Viele Piraten liebten ausgefallene Kleidung – und dazu gehörte auch ein Ring im Ohr. Warum das so war, weiß man bis heute nicht. Aber eines ist klar: Je verwegener und gefährlicher der Pirat war, desto größer war sein Ohrring!

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Pirat: Natürlich darf bei diesem ABC der Pirat selbst nicht fehlen. Piraten kannten die hohe See wie ihre eigene Westentasche. Sie galten oft als „die Schrecken der Meere“ – und viele andere Seefahrer hatten deshalb unglaubliche Angst, ihnen zu begegnen.

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Quasselstrippe: Papageien plappern viel und sind lustig. Solche Vögel hatten tatsächlich einige Piraten auf hoher See bei sich – und auch gern mal auf der Schulter sitzen. Denn: Kamen die Seemänner nach langen Jahren auf dem Meer wieder nach Hause, waren die Papageien schöne Mitbringsel und Beweise dafür, dass sie weit gereist waren.

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Radar: Als man diese Geräte erfand, brauchten die Seeräuber den „Ausguck“ nicht mehr. Der Pirat durfte also von hoch oben wieder herunterklettern. Denn mit dem neuen Radar konnte er andere Schiffe auch bei schlechter Sicht „entdecken“ – ohne stundenlang auf die See starren zu müssen. Denn die Geräte empfangen spezielle Signale, die verraten, wo das nächste Schiff fährt.

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Störtebeker: Deutschlands berühmtester Pirat hieß Klaus Störtebeker. Er trieb vor sehr langer Zeit mit seinen Mannen auf dem Schiff „Roter Teufel“ in der Nordsee sein Unwesen.

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Taka-Tuka-Land: Pippi Langstrumpfs Vater, Kapitän Langstrumpf, schrieb mal seiner Tochter einen Flaschenpost-Brief – dass er von Piraten auf eben dieser Insel festgehalten wird. Er sollte ihnen einen Schatz zeigen. Doch das wollte Pippi keinesfalls zulassen. Und ging mit ihren Freunden auf große Reise.

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Urlaub: Dieses Wort kannten die Piraten nicht. Ihr ganzes Leben lang schipperten sie durch die Meere, immer auf der Suche nach Schätzen. Kurze Verschnaufpausen gönnten sie sich sehr selten – und dann besuchten sie meistens ihre Familien.

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Verkleiden: Hast du dich an Fasching auch schon einmal als Pirat mit Augenklappe, Holzbein und Papageienpuppe auf der Schulter verkleidet? Nein? Aber einer deiner Freunde mit Sicherheit! Denn Buben, Mädchen und sogar erwachsene Männer lieben es, an Fasching eine Augenklappe zu tragen und zwischen all dem Konfetti Abenteuer zu suchen.

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Wickie: Gott sei Dank haben die starken Männer immer den etwas ängstlichen, aber echt schlauen Buben mit auf ihren Meeres-Abenteuern dabei. Oder wer sollte ihnen sonst ständig mit solch tollen Geistesblitzen aus der Patsche helfen?

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X-Beine: Solche Beine hatten vielleicht auch einige Piraten. Aber: Bekannt sind vor allem ihre Holzbeine. Wurde damals jemand zum Beispiel am Knie schwer verletzt, musste das echte Bein durch eines aus Holz ersetzt werden. Gruselig, oder? Heute macht man das nicht mehr. Damals aber war das normal. Es gab sogar einen berühmten Piraten, der den Spitznamen „Holzbein“ hatte. Er hieß Francois le Clerc.

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Youtube: Käpt’n Sharky hält sich für den Schrecken der Weltmeere, doch seine Feinde lachen ihn nur aus. Aber in seinem neuesten Abenteuer wird er plötzlich wichtig, denn er wird von Soldaten gejagt! Ab Donnerstag läuft der Film in den Kinos an. Schon jetzt kannst du auf Youtube einen Kurzfilm dazu anschauen.

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Zimmermann: Dieser Mann kannte sich mit Holz aus. Auf See musste er nicht nur kaputte Holzwände oder -masten reparieren. Er durfte auch oft Holzbeine für andere verwundete Piraten schnitzen.

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