Selfie-Verbot auf Bergen und Hochhäusern?

von Redaktion

Die Zahl der Todesopfer beim Aufnehmen von Selfies steigt weltweit. Forscher aus den USA haben inzwischen sogar vorgeschlagen, an gefährlichen Orten wie Berggipfeln, Hochhaus-Dächern oder Seeufern ein generelles Selfie-Verbot einzuführen. Zwischen 2011 und 2017 sind so laut einer neuen Untersuchung der US-Nationalbibliothek für Medizin weltweit mindestens 259 Personen ums Leben gekommen.

Ertrinken, Unfälle mit Fahrzeugen und Stürze aus großer Höhe waren dabei die Hauptursachen. Aber auch Tiere, Elektroschocks, Feuer und falscher Gebrauch von Waffen tauchen in dieser traurigen Statistik relativ häufig auf. Noch 2011 sind nur drei derartige Fälle bekannt geworden, 2017 waren es 93. Mit einem Anteil von fast drei Vierteln sind Männer die Hauptrisikogruppe.

Die meisten Opfer stammen aus Indien, Russland, Pakistan und den USA. Die US-Forscher gehen davon aus, dass die Opferzahlen in der Realität noch viel höher liegen, da bisher die Todesursache „Aufnahme eines Selfies“ bei solchen Unfällen nur selten angegeben wird. JÖRG HEINRICH

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