Wenn Kinder plötzlich nicht mehr zu Oma und Opa wollen, leiden alle Beteiligten. Vor allem die Eltern sitzen zwischen den Stühlen. Am Anfang sollten sie deshalb vor allem auf Vermittlung setzen, rät Ulric Ritzer-Sachs von der Onlineberatung der Bundeskonferenz für Erziehungsberatung. Werden sie dabei mit Vorwürfen der eigenen oder der Schwiegereltern konfrontiert, ziehen sie sich am besten auf neutralen Boden zurück, etwa, indem sie sagen: „Ich habe auch keine Ahnung, was da gerade los ist!“ Das ist noch nicht einmal gelogen, denn gerade kleine Kinder wissen oft selbst nicht, wo der Schuh drückt. Eltern können die Wogen glätten, indem sie in der nächsten Zeit ihr Kind nicht alleine bei den Großeltern lassen, sondern dabei sind. Und mit dem Kind können sie gemeinsam versuchen zu überlegen, was es braucht, damit es sich wieder wohlfühlt: Kann es helfen, das Lieblingsspiel mit zu Oma und Opa zu nehmen? Oder Opa zu bitten, dass er mit einem den Lieblingscomic kaufen geht? „Großeltern sind sehr wichtige Menschen im Leben des Kindes!“, sagt Ritzer-Sachs. Manchmal kann es schon helfen, Druck aus der Situation zu nehmen – etwa, indem man kurzzeitig andere zur Betreuung einspannt. Das wiederum sollten Großeltern nicht zu persönlich nehmen!